Einfach wie Pfannkuchen, leckerer als Omelettes. Diese Pfannkuchen sind in wenigen Minuten zubereitet

Geschrieben von Annika· 5 Min. Lesezeit

In deutschen Küchen erfreuen sich schnelle Pfannkuchen seit jeher großer Beliebtheit. Diese einfache Zubereitung übertrifft geschmacklich sogar klassische Omelettes und benötigt nur wenige Minuten. Die Kombination aus luftiger Textur und herzhaftem Geschmack macht diese Pfannkuchen zu einem perfekten Gericht für Frühstück, Mittagessen oder Abendessen.

Die Zubereitung erfordert keine besonderen Kochkenntnisse. Mit grundlegenden Zutaten aus dem Vorratsschrank gelingt dieses Rezept garantiert. Die goldbraune Kruste und der weiche Kern entstehen durch die richtige Temperatur und eine bewährte Technik, die selbst Anfänger mühelos meistern.

Diese Pfannkuchen unterscheiden sich von herkömmlichen Varianten durch ihre besondere Konsistenz. Sie sind dichter als amerikanische Pancakes, aber luftiger als französische Crêpes. Das Geheimnis liegt in der ausgewogenen Mischung der Zutaten und der kontrollierten Hitze während des Backens.

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Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Teigs

Das Mehl in eine große Rührschüssel sieben. Dies sorgt dafür, dass keine Klumpen entstehen und der Teig schön luftig wird. Das Backpulver, Salz und Zucker zum Mehl hinzufügen und mit einem Löffel gut vermischen. Eine kleine Mulde in die Mitte der Mehlmischung drücken. Diese Mulde dient später zur Aufnahme der flüssigen Zutaten und erleichtert das gleichmäßige Verrühren.

2. Mischen der flüssigen Zutaten

Die Eier in die vorbereitete Mulde aufschlagen. Mit einem Schneebesen (ein Küchengerät mit mehreren Drähten zum Verrühren) die Eier leicht verquirlen. Die Milch langsam zur Eiermischung gießen, dabei kontinuierlich vom Zentrum nach außen rühren. Diese Technik verhindert die Bildung von Mehlklumpen. Weiterrühren, bis ein glatter, homogener Teig entsteht. Die Konsistenz sollte flüssig sein, aber noch leicht am Löffel haften. Falls der Teig zu dick erscheint, noch etwas Milch hinzufügen.

3. Ruhezeit des Teigs

Den fertigen Teig etwa fünf Minuten ruhen lassen. Während dieser Zeit quillt das Mehl auf und das Backpulver beginnt zu wirken. Diese Ruhephase ist wichtig für die spätere Textur der Pfannkuchen. Der Teig wird dadurch geschmeidiger und lässt sich besser in der Pfanne verteilen. In dieser Zeit kann bereits die Pfanne vorbereitet werden.

4. Erhitzen der Pfanne

Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze stellen. Dies ist entscheidend, denn zu starke Hitze verbrennt die Pfannkuchen außen, während sie innen roh bleiben. Einen halben Esslöffel Pflanzenöl in die Pfanne geben und gleichmäßig verteilen. Die Pfanne ist bereit, wenn sich das Öl leicht bewegt und kleine Wellen bildet. Ein Tropfen Wasser sollte in der Pfanne zischen, aber nicht wild umherspringen.

5. Ausbacken der ersten Seite

Mit einer Schöpfkelle etwa eine kleine Tasse Teig in die Mitte der heißen Pfanne gießen. Den Teig durch leichtes Schwenken der Pfanne zu einem runden Fladen verteilen. Der Durchmesser sollte etwa fünfzehn Zentimeter betragen. Nach etwa zwei bis drei Minuten bilden sich kleine Bläschen auf der Oberfläche. Die Ränder werden fest und lösen sich leicht vom Pfannenboden. Dies sind die Anzeichen, dass die erste Seite fertig gebacken ist und eine goldbraune Farbe angenommen hat.

6. Wenden und Fertigbacken

Mit einem breiten Pfannenwender vorsichtig unter den Pfannkuchen gleiten. In einer schnellen, aber kontrollierten Bewegung den Pfannkuchen umdrehen. Die zweite Seite benötigt nur etwa eine bis eineinhalb Minuten, da sie dünner ist. Die fertige Seite sollte ebenfalls goldbraun sein. Den fertigen Pfannkuchen auf einen vorgewärmten Teller legen und warm halten. Für die restlichen Pfannkuchen bei Bedarf etwas Öl nachgeben und den Vorgang wiederholen, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.

7. Warmhalten und Servieren

Die fertigen Pfannkuchen im Backofen bei etwa siebzig Grad warm halten, während die restlichen gebacken werden. Alternativ können sie auch gestapelt und mit einem Küchentuch abgedeckt werden. Die Restwärme hält sie warm und verhindert das Austrocknen. Zum Servieren die Pfannkuchen einzeln oder gestapelt auf vorgewärmte Teller legen. Mit kleinen Butterstückchen garnieren, die auf den warmen Pfannkuchen schmelzen. Nach Belieben mit Ahornsirup, Marmelade oder herzhaften Beilagen servieren.

Tipp vom Chefkoch

Für besonders fluffige Pfannkuchen die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das geschlagene Eiweiß vorsichtig unter den fertigen Teig heben. Diese Technik macht die Pfannkuchen noch luftiger und verleiht ihnen eine soufflé-artige Textur. Die Temperatur der Pfanne ist entscheidend: bei zu geringer Hitze werden die Pfannkuchen zäh, bei zu hoher Hitze verbrennen sie. Ein Tropfen Teig sollte sofort zu brutzeln beginnen, aber nicht sofort dunkel werden. Den Teig nicht zu oft wenden, da dies die Struktur zerstört. Einmaliges Wenden reicht völlig aus. Für herzhafte Varianten können fein gehackte Kräuter oder geriebener Käse direkt in den Teig gemischt werden. Der Teig lässt sich auch am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Vor der Verwendung gut durchrühren und eventuell etwas Milch nachgeben, da der Teig über Nacht eindickt.

Passende Getränke zu herzhaften Pfannkuchen

Zu herzhaften Pfannkuchen passt hervorragend frisch gepresster Orangensaft, der die reichhaltige Textur ausgleicht. Ein Kräutertee mit Minze oder Kamille bietet eine leichte Alternative. Für den Brunch eignet sich ein Prosecco oder ein leichter Sekt, der die Mahlzeit festlich gestaltet.

Bei süßer Zubereitung harmoniert heißer Kakao perfekt mit den Pfannkuchen. Ein Cappuccino oder Milchkaffee ergänzt das Frühstück ideal. Kinder freuen sich über einen Früchte-Smoothie, der zusätzliche Vitamine liefert und farblich ansprechend aussieht.

Zusätzliche Info

Pfannkuchen gehören zu den ältesten Zubereitungsformen von Getreide weltweit. Bereits in der Antike bereiteten Menschen ähnliche Speisen zu. Die deutsche Variante unterscheidet sich von internationalen Versionen durch ihre mittlere Dicke und vielseitige Verwendbarkeit.

In verschiedenen Regionen Deutschlands existieren unterschiedliche Namen und Variationen. In Süddeutschland heißen sie Eierkuchen, in anderen Gegenden Plinsen oder Flädle. Die Bezeichnung Pfannkuchen leitet sich direkt von der Zubereitungsmethode in der Pfanne ab.

Traditionell wurden Pfannkuchen als Resteessen zubereitet, wenn Mehl, Eier und Milch verwertet werden mussten. Heute gelten sie als eigenständiges Gericht für jede Tageszeit. Die Zubereitung hat sich über Jahrhunderte kaum verändert, was für die Qualität des ursprünglichen Rezepts spricht.

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