Käsekuchen ohne Boden: Dieses Rezept mit nur 5 Zutaten gelingt Anfängern sofort

Geschrieben von Annika· 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert am vor 5 Stunden

Der Käsekuchen ohne Boden erobert seit Jahren die deutschen Küchen und begeistert mit seiner cremigen Konsistenz sowie seiner verblüffenden Einfachheit. Diese Variante des klassischen Käsekuchens verzichtet komplett auf einen Teigboden und konzentriert sich ausschließlich auf die samtige Quarkmasse, die beim Backen eine zarte Kruste entwickelt. Mit nur fünf Zutaten gelingt dieses Rezept selbst absoluten Backanfängern auf Anhieb. Die Zubereitung erfordert weder besondere Fertigkeiten noch komplizierte Techniken. Der bodenlese Käsekuchen stammt ursprünglich aus der osteuropäischen Backtradition und hat sich mittlerweile als eigenständige Spezialität etabliert. Seine Beliebtheit verdankt er nicht nur dem reduzierten Aufwand, sondern auch dem intensiven Geschmack nach frischem Quark und Vanille. Anders als beim traditionellen Käsekuchen mit Mürbeteigboden steht hier die Käsemasse im absoluten Mittelpunkt. Das Ergebnis ist ein luftig-leichter Kuchen, der auf der Zunge zergeht und dennoch herrlich sättigend wirkt. Perfekt für spontanen Besuch oder als süße Belohnung am Wochenende.

15

50

facile

Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Form

Den Backofen auf 160 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform gründlich mit weicher Butter einfetten, dabei besonders den Rand sorgfältig behandeln. Anschließend den Boden mit Backpapier auslegen, das exakt zugeschnitten wird. Dieser Schritt verhindert, dass die Quarkmasse am Boden festklebt und erleichtert das spätere Lösen des Kuchens erheblich.

2. Trennung der Eier

Die vier Eier sehr vorsichtig trennen. Das Eigelb der gelbe, fetthaltige Teil des Eis kommt in eine große Rührschüssel, das Eiweiß der klare, proteinreiche Teil des Eis in eine separate, absolut fettfreie Schüssel. Achte darauf, dass kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, da sonst das Aufschlagen nicht gelingt. Selbst kleinste Fettreste verhindern, dass das Eiweiß steif wird.

3. Zubereitung der Quarkmasse

Zum Eigelb den Quark, 80 Gramm Zucker, die Speisestärke und den Vanilleextrakt hinzufügen. Mit dem Handmixer oder einem kräftigen Schneebesen alles zu einer glatten, homogenen Masse verrühren. Die Speisestärke sorgt dafür, dass der Kuchen seine Form behält und nicht zusammenfällt. Rühre mindestens zwei Minuten, damit sich alle Zutaten perfekt verbinden und keine Klümpchen zurückbleiben.

4. Eischnee herstellen

Das Eiweiß mit dem Handmixer auf höchster Stufe aufschlagen. Nach etwa einer Minute, wenn das Eiweiß schaumig wird, die restlichen 40 Gramm Zucker nach und nach einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis ein fester Eischnee aufgeschlagenes Eiweiß mit stabilen Luftbläschen entsteht. Der Eischnee ist perfekt, wenn er glänzt und steife Spitzen bildet, die nicht mehr zusammenfallen.

5. Verbindung der Massen

Zunächst einen großen Esslöffel des Eischnees unter die Quarkmasse rühren, um diese etwas aufzulockern. Dann den restlichen Eischnee vorsichtig unterheben. Dabei einen Teigschaber oder Kochlöffel verwenden und mit sanften Bewegungen von unten nach oben arbeiten. Niemals rühren oder schlagen, sonst verliert der Eischnee seine Luftigkeit. Diese Technik nennt man Unterheben behutsames Vermischen ohne Luftverlust.

6. Füllen und Backen

Die luftige Masse in die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche mit einem Teigschaber glattstreichen. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens stellen. Bei 160 Grad Celsius etwa 50 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte nur noch leicht wackelt. Nicht zu früh die Ofentür öffnen, sonst fällt der Kuchen zusammen.

7. Abkühlen lassen

Nach dem Backen den Ofen ausschalten und die Ofentür einen Spalt breit öffnen. Den Käsekuchen für mindestens 30 Minuten im Ofen abkühlen lassen. Dieser Schritt verhindert, dass der Kuchen durch plötzliche Temperaturunterschiede Risse bekommt oder in sich zusammenfällt. Anschließend aus dem Ofen nehmen und vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor der Springformrand gelöst wird.

Tipp vom Chefkoch

Für eine besonders cremige Konsistenz den Quark am Vortag in ein Sieb geben und über einer Schüssel abtropfen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit entweicht. Der Kuchen schmeckt am besten, wenn er über Nacht im Kühlschrank durchziehen kann. Wer mag, kann vor dem Backen gefrorene Beeren unter die Masse heben oder die Oberfläche mit Zitronenzesten verfeinern. Eine Prise Zitronenschale im Teig hebt den Geschmack zusätzlich und verleiht dem Kuchen eine frische Note.

Passende Getränke zum bodenfreien Käsekuchen

Zum cremigen Käsekuchen ohne Boden passt hervorragend ein frisch aufgebrühter Filterkaffee oder ein milder Cappuccino. Die leichte Bitterkeit des Kaffees harmoniert perfekt mit der Süße des Kuchens. Alternativ empfiehlt sich ein kühles Glas Milch, besonders für Kinder. An warmen Tagen bietet sich auch ein Eiskaffee an. Teeliebhaber greifen am besten zu einem Schwarztee mit einem Schuss Milch oder einem aromatischen Rooibos-Tee. Für besondere Anlässe passt auch ein süßer Dessertwein wie ein Spätlese-Riesling.

Zusätzliche Info

Der Käsekuchen ohne Boden hat seine Wurzeln in der osteuropäischen Küche, wo Quarkgerichte eine lange Tradition besitzen. In Russland kennt man ihn als Tworoschnik, in Polen als Sernik. Die deutsche Variante entwickelte sich in den 1970er Jahren und wurde durch ihre Einfachheit schnell populär. Der Verzicht auf den Boden macht den Kuchen nicht nur kalorienärmer, sondern auch glutenfrei, wenn man auf entsprechende Speisestärke achtet. Ernährungsphysiologisch punktet dieser Kuchen durch den hohen Proteingehalt des Quarks. Mit etwa 12 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm Quark liefert er wertvolle Nährstoffe. Die Zubereitungszeit von nur 15 Minuten macht ihn zum idealen Kuchen für spontane Gäste.

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