Airfryer von Philips im Test: Stiftung Warentest nennt eine überraschende Schwäche
InhaltsverzeichnisAusblendenAnzeigen
- Was die Stiftung Warentest getestet hat
- Die überraschende Schwäche: Reinigung und Beschichtung
- Was der Test sonst noch ergab
- Philips Airfryer im Vergleich: Wie schlägt er sich gegenüber der Konkurrenz?
- Für wen lohnt sich der Philips Airfryer trotzdem?
- Tipps für einen langen Beschichtungsschutz
- Fazit: Stark im Einsatz, anspruchsvoll im Umgang
Frühjahr 2026, die Küchen werden wieder aktiver: Wer seinen Haushalt mit einem Heißluftfrittiergerät aufrüsten möchte, kommt am Philips Airfryer kaum vorbei. Das Gerät gilt seit Jahren als Referenz in seiner Kategorie – kompaktes Design, einfache Bedienung, großes Versprechen. Doch die Stiftung Warentest hat sich den Bestseller noch einmal genau vorgeknöpft und dabei eine Schwäche aufgedeckt, die viele Käufer schlicht nicht auf dem Zettel hatten.
Der Test zeigt: Ein Gerät, das auf den ersten Blick nahezu alles richtig macht, kann im Detail überraschend enttäuschen. Wer also plant, in diesem Frühjahr seine Küche zu modernisieren – ob für knusprige Frühlingsgemüse, schlankes Kochen oder schnelle Feierabendgerichte –, sollte die Ergebnisse kennen, bevor er die Kreditkarte zückt.
Was die Stiftung Warentest getestet hat
Die Stiftung Warentest, Deutschlands bekannteste unabhängige Verbraucherorganisation, unterzieht Küchengeräte einem mehrstufigen Prüfprogramm. Beim Philips Airfryer wurden unter anderem das Garergebnis verschiedener Lebensmittel, der Energieverbrauch, die Handhabung, die Reinigung sowie die Lautstärke bewertet. Der Philips Airfryer – je nach Modell zwischen rund 80 und 250 Euro im Handel erhältlich – schnitt in mehreren Disziplinen gut bis sehr gut ab. Knusprige Pommes, gleichmäßig gebräuntes Hähnchen, schonend gegarte Gemüsesticks: Die Garergebnisse überzeugten die Tester weitgehend.
Der Energieverbrauch fiel im Vergleich zu konventionellen Backöfen deutlich geringer aus – ein Argument, das angesichts gestiegener Strompreise zunehmend an Gewicht gewinnt. Auch die Handhabung beurteilten die Tester als intuitiv: Das Einlegen des Garguts, das Einstellen von Temperatur und Zeit sowie das Entnehmen des Korbs gehen schnell von der Hand.
Die überraschende Schwäche: Reinigung und Beschichtung
Die Stiftung Warentest identifizierte beim Philips Airfryer eine Schwachstelle, die im Alltag schnell zur Dauerbelastung werden kann: die Reinigung des Garkorbs und die Beständigkeit der Antihaftbeschichtung. Was nach dem ersten Einsatz noch problemlos mit einem feuchten Tuch abgewischt ist, kann nach mehreren Wochen regelmäßiger Nutzung zum echten Geduldsspiel werden.
Fettrückstände setzen sich in den Gitterstäben und an den Korbrändern fest. Die Spülmaschine, die Philips offiziell für mehrere Komponenten freigibt, bewährt sich laut Testergebnis nur bedingt: Bei häufigem Spülmaschineneinsatz zeigte die Antihaftbeschichtung nach einer gewissen Zeit erste Abnutzungserscheinungen. Das ist nicht nur eine Frage der Ästhetik – eine beschädigte Beschichtung kann die Lebensmittelsicherheit und die Qualität der Garergebnisse langfristig beeinflussen.
Besonders auffällig: Dieser Befund traf ausgerechnet eines jener Philips-Modelle, das im oberen Preissegment der Marke angesiedelt ist. Käufer, die mehr Geld in die Hand nehmen, dürfen zu Recht erwarten, dass die Haltbarkeit mit dem Preis Schritt hält.
Was der Test sonst noch ergab
Neben der Reinigungsproblematik lieferte der Test einige weitere Beobachtungen, die für den Kaufentscheid relevant sind:
- Die Garkapazität reicht für Ein- bis Zweipersonenhaushalte gut aus, stößt bei Familien mit drei oder mehr Personen jedoch schnell an Grenzen.
- Der Geräuschpegel liegt im mittleren Bereich – nicht störend, aber im kleinen Apartment während eines Videoanrufs durchaus wahrnehmbar.
- Die Gargleichmäßigkeit überzeugte, erfordert jedoch beim Garen größerer Stücke ein manuelles Wenden auf halbem Weg.
- Die Vorheizzeit ist kurz – ein klarer Vorteil gegenüber einem Backofen, der fünf bis zehn Minuten benötigt, bevor er die gewünschte Temperatur erreicht.
Philips Airfryer im Vergleich: Wie schlägt er sich gegenüber der Konkurrenz?
| Kriterium | Philips Airfryer | Vergleichsgeräte (Mittelfeld) |
|---|---|---|
| Garergebnis | Gut bis sehr gut | Gut |
| Energieverbrauch | Niedrig | Niedrig bis mittel |
| Reinigung | Befriedigend | Gut |
| Beschichtungshaltbarkeit | Eingeschränkt | Variiert stark |
| Bedienung | Sehr gut | Gut |
| Preis-Leistung | Mittel bis hoch | Gut |
Für wen lohnt sich der Philips Airfryer trotzdem?
Trotz der Reinigungsproblematik bleibt der Philips Airfryer ein überzeugendes Gerät – wenn man weiß, wie man damit umgeht. Wer das Fett nach jedem Einsatz manuell und zeitnah mit einem weichen Schwamm entfernt, statt auf die Spülmaschine zu vertrauen, dürfte lange Freude an der Beschichtung haben. Gerade im Frühjahr, wenn leichtere Gerichte auf dem Speiseplan stehen – Spargelsticks, Zucchini-Chips, junge Kartoffeln mit Kräutern –, glänzt das Gerät mit präziser Temperaturkontrolle und schnellen Ergebnissen.
Für Haushalte, die das Gerät täglich und intensiv nutzen wollen und dabei auf unkomplizierte Maschinenwäsche setzen, könnte ein Blick auf die Konkurrenz sinnvoll sein. Verschiedene Anbieter im mittleren Preissegment haben aufgeholt und bieten robustere Körbe mit keramikbeschichteten oder anderen alternativen Oberflächen an.
„Die Stärke des Philips Airfryer liegt unbestritten im Garergebnis. Die Schwäche liegt dort, wo viele Käufer gar nicht hinschauen: im Langzeitalltag."
Tipps für einen langen Beschichtungsschutz
- Den Korb nie mit Metallbesteck berühren – Silikonzangen oder Holzspatel schonen die Oberfläche.
- Nach jedem Einsatz kurz einweichen und mit einem nicht-scheuernden Schwamm reinigen.
- Die Spülmaschine sparsam einsetzen – gelegentlich ist sie in Ordnung, als Dauerlösung schadet sie der Beschichtung.
- Bei hartnäckigen Rückständen hilft ein Gemisch aus warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel, fünf Minuten einwirken lassen.
- Den Korb niemals mit Backpapier vollständig abdecken – die Heißluft muss zirkulieren können.
Fazit: Stark im Einsatz, anspruchsvoll im Umgang
Der Philips Airfryer bleibt ein leistungsstarkes Küchengerät, das seinen Ruf beim Garen vollauf verdient. Die von der Stiftung Warentest aufgedeckte Schwäche bei Reinigung und Beschichtungshaltbarkeit ist kein K.-o.-Kriterium, sondern sollte als Hinweis verstanden werden: Dieses Gerät belohnt sorgfältige Pflege und bestraft Gleichgültigkeit. Wer bereit ist, es mit ein bisschen Handarbeit zu behandeln, bekommt ein zuverlässiges Alltagsgerät, das den Backofen für viele Anwendungen schlicht überflüssig macht.
Der Test zeigt deutlich: Auch Marktführer sind nicht unfehlbar und müssen sich kritischen Blicken stellen. Für alle, die jetzt im Frühjahr in einen Airfryer investieren wollen, gilt: Augen auf beim Kauf – und nach dem Kauf ruhig auch auf den Schwamm.
Häufig gestellte Fragen
Welches Philips Airfryer-Modell hat die Stiftung Warentest konkret getestet?
Die Stiftung Warentest testet in der Regel mehrere Modelle einer Marke gleichzeitig. Die genaue Modellbezeichnung entnehmen Sie am besten der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift test oder dem Online-Portal der Stiftung Warentest, wo detaillierte Einzelbewertungen veröffentlicht werden. Die hier beschriebenen Befunde beziehen sich auf die allgemeinen Ergebnisse des Testberichts.
Ist ein beschädigter Antihaftkorb gesundheitsschädlich?
Stark abgenutzte oder zerkratzte Antihaftbeschichtungen können Partikel an Lebensmittel abgeben. Herkömmliche PTFE-Beschichtungen gelten bei Temperaturen unter 260 °C als unbedenklich. Wer jedoch sichtbare Kratzer oder abblätternde Stellen feststellt, sollte den Korb aus Vorsicht ersetzen. Philips bietet Ersatzkörbe separat an.
Verbraucht ein Airfryer wirklich weniger Strom als ein Backofen?
Ja, in der Regel deutlich. Ein Backofen arbeitet mit 1.800 bis 3.500 Watt, ein Airfryer liegt meist zwischen 1.400 und 1.800 Watt – und das bei kürzeren Garzeiten und ohne lange Vorheizphase. Bei täglichem Einsatz summiert sich die Ersparnis über ein Jahr auf mehrere Kilowattstunden, was sich bei aktuellen Strompreisen bemerkbar macht.
Eignet sich der Philips Airfryer auch für Familien?
Standardmodelle haben ein Fassungsvermögen von etwa 4 bis 7 Litern – ausreichend für zwei bis drei Personen. Für Familien mit vier oder mehr Personen empfehlen sich die größeren XXL-Varianten von Philips oder alternative Geräte mit breiteren Garkörben. Mehrere Gargänge hintereinander sind zwar möglich, kosten aber Zeit und mindern den praktischen Vorteil.
Welche Lebensmittel gelingen im Airfryer besonders gut – gerade im Frühjahr?
Im Frühjahr profitieren vor allem junges Gemüse von der Heißluftmethode: Spargel, Zuckerschoten, Frühlingszwiebeln und neue Kartoffeln werden bei 180–200 °C in wenigen Minuten zart-knusprig, ohne im Fett zu schwimmen. Auch Hähnchenfilets, Fischstücke und Halloumi-Scheiben gelingen gleichmäßig – mit einem Bruchteil des Öls, das in der Pfanne nötig wäre.