Bärlauchöl selber machen: In 5 Minuten angesetzt, 2 Wochen ziehen lassen – so geht es richtig
Aktualisiert am 25. April 2026
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Bärlauchöl ist eine aromatische Spezialität, die im Frühling die Küche bereichert. Der wilde Knoblauch, auch Bärlauch genannt, verleiht diesem selbst gemachten Öl eine intensive, würzige Note. Die Zubereitung ist denkbar einfach: in nur fünf Minuten ist das Öl angesetzt, danach benötigt es zwei Wochen Ruhezeit, um sein volles Aroma zu entfalten. Dieses grüne Gold eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Salaten, Pasta, Brot oder gegrilltem Gemüse. Wer einmal selbst gemachtes Bärlauchöl probiert hat, möchte es nicht mehr missen. Die Herstellung erfordert keine besonderen Kochkenntnisse und das Ergebnis überzeugt durch Geschmack und Qualität.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Zunächst die Glasflasche gründlich reinigen und sterilisieren. Dafür die Flasche mit kochendem Wasser ausspülen oder für zehn Minuten in kochendes Wasser stellen. Anschließend auf einem sauberen Küchentuch kopfüber trocknen lassen. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Öl später nicht verdirbt und lange haltbar bleibt.
2.
Den getrockneten Bärlauch vorsichtig prüfen und eventuelle Stängel oder verfärbte Teile entfernen. Die Qualität des Bärlauchs ist entscheidend für den Geschmack des fertigen Öls. Getrockneter Bärlauch hat den Vorteil, dass er weniger Feuchtigkeit enthält als frischer, wodurch das Öl länger haltbar ist.
3.
Mit Hilfe eines Trichters den getrockneten Bärlauch in die sterilisierte Glasflasche füllen. Dabei darauf achten, dass die Blätter nicht zu fest gepresst werden, damit das Öl später gut zirkulieren kann und alle Aromen aufnimmt.
4.
Das native Olivenöl extra langsam über den Bärlauch gießen, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Es ist wichtig, dass kein Bärlauch aus dem Öl herausragt, da er sonst schimmeln könnte. Eine Prise Meersalz hinzufügen, um die Aromen zu verstärken und die Haltbarkeit zu verbessern.
5.
Die Flasche fest verschließen und kräftig schütteln, damit sich der Bärlauch gleichmäßig im Öl verteilt. Die Flasche an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren, idealerweise bei Zimmertemperatur in einem Küchenschrank oder einer Speisekammer. Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, da es das Öl ranzig machen kann.
6.
Das Öl nun zwei Wochen lang ziehen lassen. Während dieser Zeit jeden zweiten Tag die Flasche leicht schütteln, damit sich die Aromen optimal entfalten können. Diese Ruhephase ist entscheidend: der Bärlauch gibt seine ätherischen Öle und sein intensives Knoblaucharoma an das Olivenöl ab.
7.
Nach zwei Wochen ist das Bärlauchöl fertig. Wer möchte, kann den Bärlauch durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch abseihen, um ein klares Öl zu erhalten. Alternativ kann der Bärlauch auch im Öl bleiben, was optisch ansprechend aussieht und das Aroma weiter intensiviert.
8.
Das fertige Bärlauchöl in die ursprüngliche oder eine neue sterilisierte Flasche füllen und gut verschließen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das Öl etwa drei bis vier Monate. Vor jeder Verwendung die Flasche kurz schütteln.
Tipp vom Chefkoch
Wer frischen Bärlauch verwendet, sollte die Blätter vorher gründlich waschen und vollständig trocknen lassen, am besten über Nacht auf Küchenpapier. Restfeuchtigkeit kann zur Schimmelbildung führen. Eine Alternative ist es, den frischen Bärlauch kurz zu blanchieren und dann zu trocknen. Das Öl kann auch mit anderen Kräutern wie Rosmarin oder Thymian kombiniert werden, um interessante Geschmacksvariationen zu schaffen. Für eine schärfere Note können einige getrocknete Chilischoten hinzugefügt werden. Das Bärlauchöl eignet sich auch hervorragend als persönliches Geschenk: einfach in dekorative Flaschen füllen und mit einem hübschen Etikett versehen.
Passende Getränke zum Bärlauchöl
Da Bärlauchöl hauptsächlich als Würzöl verwendet wird, empfiehlt sich als Begleitung zu Gerichten, die damit verfeinert wurden, ein frischer, leichter Weißwein. Ein Sauvignon Blanc mit seiner grasigen Note harmoniert wunderbar mit dem würzigen Knoblaucharoma des Bärlauchs. Auch ein trockener Grauburgunder oder ein Silvaner passen hervorragend. Für Gerichte mit Pasta und Bärlauchöl eignet sich ein italienischer Vermentino. Wer alkoholfreie Alternativen bevorzugt, kann zu einem spritzigen Mineralwasser mit Zitrone oder einem frisch gepressten Apfel-Gurken-Saft greifen, der die frischen Aromen unterstreicht.
Zusätzliche Info
Bärlauch, botanisch Allium ursinum, wächst wild in schattigen, feuchten Laubwäldern Europas und ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Der Name leitet sich vermutlich davon ab, dass Bären nach dem Winterschlaf die Pflanze fressen, um ihre Verdauung anzuregen. In der Volksmedizin wird Bärlauch traditionell zur Blutreinigung und Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Die Pflanze enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, ätherische Öle und Allicin, das auch im Knoblauch vorkommt. Im Mittelalter galt Bärlauch als Schutz gegen böse Geister und Krankheiten. Heute erlebt das Wildkraut eine Renaissance in der modernen Küche. Die Bärlauchsaison ist kurz und dauert nur von März bis Mai, weshalb die Konservierung als Öl eine praktische Methode ist, um das Aroma das ganze Jahr über zu genießen. In der österreichischen und süddeutschen Küche ist Bärlauch besonders beliebt und wird für Suppen, Pesto und eben auch für aromatisierte Öle verwendet.
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