Blechkuchen Schneelandschaft: Der schnellste Winterkuchen

Geschrieben von Annika· 4 Min. Lesezeit

In deutschen Backstuben erlebt der Blechkuchen Schneelandschaft gerade sein Comeback als perfekter Winterkuchen für spontane Kaffeestunden. Dieser unkomplizierte Blechkuchen vereint fluffigen Rührteig mit einer schneeweißen Zuckerglasur, die an verschneite Landschaften erinnert. Die Zubereitung dauert kaum länger als 45 Minuten von der ersten Zutat bis zum fertigen Kuchen. Besonders praktisch zeigt sich dieser Kuchen, wenn überraschend Besuch vor der Tür steht oder die Familie nach etwas Süßem verlangt. Die Schneelandschaft entsteht durch großzügiges Bestäuben mit Puderzucker, der wie frisch gefallener Schnee auf dem Kuchen liegt. Blechkuchen bedeutet, dass der Teig auf einem flachen Backblech gebacken wird, wodurch er gleichmäßig durchgart und saftig bleibt.

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Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung des backblechs

Den Backofen auf 180 grad celsius vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen, damit der Kuchen später nicht anhaftet. Diese Vorbereitung spart später viel Zeit beim Reinigen und garantiert, dass sich der Kuchen problemlos vom Blech lösen lässt. Die richtige Temperatur ist wichtig, damit der Teig gleichmäßig aufgeht.

2. zubereitung des teiges

In einer großen Rührschüssel die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker etwa drei Minuten lang schaumig schlagen. Das bedeutet, dass die Masse heller wird und deutlich an Volumen zunimmt. Anschließend das Pflanzenöl und die Milch unterrühren. In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz vermischen. Diese trockenen Zutaten nun nach und nach zur Eiermasse geben und vorsichtig unterrühren, bis ein glatter Teig ohne Klümpchen entsteht. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen später fest statt luftig.

3. backen des kuchens

Den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech verteilen. Mit einem Teigschaber oder Löffel die Oberfläche glattstreichen, damit der Kuchen überall gleich hoch wird. Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 20 bis 25 minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Oberfläche goldgelb aussieht und ein Holzstäbchen, das man in die Mitte steckt, sauber wieder herauskommt. Das Blech aus dem Ofen nehmen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen, bevor die Glasur aufgetragen wird.

4. herstellung der schneelandschaft

Für die charakteristische Schneelandschaft den Puderzucker in eine Schüssel sieben. Das Sieben verhindert Klümpchen und sorgt für eine glatte Glasur. Den Zitronensaft esslöffelweise hinzugeben und gut verrühren, bis eine dickflüssige, aber streichfähige Glasur entsteht. Die Konsistenz sollte wie flüssiger Honig sein. Falls die Glasur zu dick ist, noch einen Tropfen Zitronensaft hinzufügen. Ist sie zu dünn, etwas mehr Puderzucker unterrühren.

5. glasieren und dekorieren

Die Zuckerglasur gleichmäßig über den ausgekühlten Kuchen gießen. Mit einem Teigschaber die Glasur vom Zentrum zu den Rändern verteilen, sodass die gesamte Oberfläche bedeckt ist. Sofort die Kokosflocken über die noch feuchte Glasur streuen, damit sie gut haften bleiben. Die Kokosflocken verstärken den Schneelandschafts-Effekt und geben dem Kuchen eine interessante Textur. Zusätzlich kann man noch Puderzucker durch ein feines Sieb über den Kuchen stäuben, um den Schneeeffekt zu intensivieren. Den Kuchen etwa 30 minuten stehen lassen, damit die Glasur fest wird, bevor man ihn in Stücke schneidet.

Tipp vom Chefkoch

Um den winterlichen Effekt zu verstärken, können sie einige Zuckersterne oder essbare Silberperlen auf die noch feuchte Glasur setzen. Diese kleinen Dekorationselemente verwandeln den einfachen Blechkuchen in einen festlichen Hingucker. Wer es weniger süß mag, kann die Puderzuckermenge in der Glasur um etwa ein drittel reduzieren und stattdessen etwas mehr Zitronensaft verwenden. Der Kuchen schmeckt übrigens auch hervorragend, wenn man unter den Teig geriebene Zitronenschale mischt. Für eine schokoladige Variante können sie 30 gramm Mehl durch Kakaopulver ersetzen und erhalten so einen dunklen Untergrund, auf dem die weiße Schneelandschaft besonders kontrastreich wirkt.

passende getränke zum schneelandschaftskuchen

Zu diesem luftigen Winterkuchen passt hervorragend eine heiße Tasse Kaffee oder ein aromatischer schwarzer Tee. Besonders stimmungsvoll wird es mit einem Chai-Tee, dessen Gewürze wunderbar mit der Vanillenote des Kuchens harmonieren. Für Kinder eignet sich heiße Schokolade mit einem Klecks Sahne, die das winterliche Thema aufgreift. Auch ein Vanille-Cappuccino ergänzt die süße Schneelandschaft perfekt. An kalten Wintertagen rundet ein Glühwein oder Punsch das Kaffeekränzchen ab und sorgt für wohlige Wärme.

Zusätzliche Info

Der Blechkuchen gehört zur deutschen Backtradition und unterscheidet sich grundlegend von Tortenformen. Während Torten meist in runden Springformen gebacken werden, nutzt man für Blechkuchen rechteckige Backbleche. Diese praktische Backform ermöglicht es, viele Portionen gleichzeitig zu backen, was den Blechkuchen zum idealen Gebäck für Familienfeiern und Kaffeekränzchen macht. Die Schneelandschaft als Dekorationsmotiv wurde besonders in den 1960er und 1970er Jahren populär, als einfache Puderzuckerglasuren mit Kokosflocken die aufwendigeren Buttercremes ablösten. Der Name Schneelandschaft bezieht sich auf die weiße Oberfläche, die an verschneite Winterlandschaften erinnert. In vielen deutschen Regionen wird dieser Kuchen traditionell in der Adventszeit und zu Weihnachten gebacken. Die Schnelligkeit der Zubereitung machte ihn besonders bei berufstätigen Eltern beliebt, die dennoch nicht auf selbstgebackenen Kuchen verzichten wollten. Heute erlebt der klassische Blechkuchen eine Renaissance, da er perfekt zur aktuellen Sehnsucht nach unkomplizierten, authentischen Backrezepten passt.

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