Bratwurst-Geschnetzeltes: Diese cremige Pfanne ist in 30 Minuten zubereitet

Geschrieben von Annika· 5 Min. Lesezeit

In der modernen Küche zählt oft jede Minute, und genau hier kommt dieses bratwurst-geschnetzeltes ins Spiel. Eine cremige Pfanne, die in nur 30 Minuten auf dem Tisch steht und dennoch voller Geschmack steckt. Die Kombination aus herzhafter Bratwurst und einer samtigen Sauce macht dieses Gericht zu einem perfekten Begleiter für hektische Wochentage. Geschnetzeltes bezeichnet in der deutschen Küche fein geschnittenes Fleisch, das schnell angebraten wird. Diese Zubereitungsart stammt ursprünglich aus der Schweiz, hat sich aber längst in deutschen Haushalten etabliert. Was dieses Rezept besonders macht, ist die unkomplizierte Zubereitung ohne Verzicht auf Genuss. Mit wenigen Handgriffen entsteht eine vollwertige Mahlzeit, die Familie und Gäste gleichermaßen begeistert.

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facile

€€

Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung der zutaten

Beginne damit, die bratwurst aus ihrer hülle zu lösen. Schneide sie in etwa 1 zentimeter dicke scheiben. Diese größe sorgt dafür, dass die wurst gleichmäßig gart und schöne röstaromen entwickelt. Schäle anschließend die zwiebeln und würfle sie fein. Je kleiner die würfel, desto besser lösen sie sich später in der sauce auf. Die knoblauchzehen schälst du ebenfalls und hackst sie sehr fein oder verwendest eine knoblauchpresse. Eine knoblauchpresse ist ein praktisches werkzeug, das den knoblauch durch kleine löcher presst und so sehr fein zerkleinert. Wasche die paprikaschoten, entferne die kerne und das weiße innere, dann schneide sie in mundgerechte streifen von etwa 2 zentimeter länge.

2. anbraten der bratwurst

Erhitze das olivenöl in einer großen pfanne bei mittlerer bis hoher hitze. Warte, bis das öl richtig heiß ist, das erkennst du daran, dass es leicht zu glänzen beginnt. Gib nun die bratwurstscheiben hinein und brate sie rundherum an. Dieser vorgang dauert etwa 5 bis 6 minuten. Wichtig ist, dass du die scheiben nicht zu oft wendest, damit sich schöne röstaromen bilden können. Röstaromen entstehen durch die maillard-reaktion, bei der zucker und proteine bei hoher hitze miteinander reagieren und geschmacksintensive stoffe bilden. Die wurst sollte eine goldbraune farbe annehmen. Nimm sie dann mit einem schaumlöffel aus der pfanne und lege sie beiseite.

3. gemüse andünsten

In derselben pfanne, in der noch die aromatischen bratfette der wurst sind, gibst du nun die zwiebelwürfel hinzu. Reduziere die hitze auf mittlere stufe und lasse die zwiebeln etwa 3 minuten glasig werden. Glasig bedeutet, dass die zwiebeln weich werden und durchscheinend aussehen, aber noch keine farbe annehmen. Füge dann den gehackten knoblauch hinzu und brate ihn etwa 30 sekunden mit an. Achte darauf, dass der knoblauch nicht zu dunkel wird, sonst schmeckt er bitter. Gib nun die paprikastreifen dazu und brate sie weitere 3 bis 4 minuten mit an, bis sie etwas weicher werden.

4. sauce zubereiten

Rühre das tomatenmark unter das gemüse und lasse es etwa 1 minute mitrösten. Dieser schritt ist wichtig, denn dadurch verliert das tomatenmark seine rohe note und entwickelt einen tieferen geschmack. Streue das paprikapulver darüber und rühre alles gut durch. Gieße nun die gemüsebrühe an und kratze mit dem kochlöffel eventuelle bratensätze vom pfannenboden los. Diese bratensätze enthalten viel geschmack. Lasse die flüssigkeit etwa 2 minuten köcheln, dann gieße die sahne hinzu. Rühre alles gut um, bis eine homogene sauce entsteht. Würze mit salz und pfeffer nach deinem geschmack.

5. fertigstellen des gerichts

Gib die angebratenen bratwurstscheiben zurück in die pfanne und rühre sie vorsichtig unter die sauce. Lasse alles zusammen noch etwa 3 bis 4 minuten bei niedriger hitze köcheln, damit sich die aromen gut verbinden können. Die sauce sollte dabei leicht eindicken und eine cremige konsistenz bekommen. Wenn sie dir zu dick erscheint, kannst du noch etwas brühe oder sahne nachgießen. Schmecke das gericht abschließend noch einmal ab und würze bei bedarf nach. Streue die getrocknete petersilie darüber und rühre sie unter. Nimm die pfanne vom herd und serviere das geschnetzelte sofort.

Tipp vom Chefkoch

Wenn du möchtest, dass deine sauce noch gehaltvoller wird, kannst du einen teelöffel mehl mit etwas kaltem wasser anrühren und diese mischung in die köchelnde sauce einrühren. Das bindet die flüssigkeit zusätzlich. Eine weitere variante ist die zugabe von einem schuss weißwein beim ablöschen, das gibt dem gericht eine besondere note. Falls du keine frische bratwurst zur hand hast, funktioniert dieses rezept auch hervorragend mit bereits gegarter bratwurst vom vortag. Reste lassen sich am nächsten tag problemlos aufwärmen und schmecken oft sogar noch intensiver, da die gewürze über nacht durchziehen konnten.

passende getränke zum bratwurst-geschnetzeltes

Zu diesem herzhaften gericht passt ein helles bier oder ein pils ausgezeichnet. Die leichte bitterkeit des bieres harmoniert wunderbar mit der cremigen sauce und der würzigen bratwurst. Wer lieber wein trinkt, sollte zu einem trockenen riesling oder einem silvaner greifen. Diese weißweine aus deutschen anbaugebieten bringen genug frische mit, um die cremigkeit der sauce auszugleichen. Für nichtalkoholische alternativen eignet sich ein apfelschorle oder ein kräftiger schwarztee hervorragend. Die säure im apfelsaft erfrischt den gaumen zwischen den bissen.

Zusätzliche Info

Das geschnetzelte hat seine wurzeln in der schweizer küche, wo das berühmte zürcher geschnetzelte mit kalbfleisch und einer rahmsauce zubereitet wird. Die deutsche variante mit bratwurst ist eine moderne interpretation dieses klassikers und zeigt, wie wandelbar traditionelle rezepte sein können. Bratwurst selbst ist ein urdeutsches produkt, das in jeder region anders zubereitet wird. Von der nürnberger rostbratwurst über die thüringer bratwurst bis zur currywurst gibt es unzählige varianten. Die verwendung von bratwurst in einem geschnetzelten verbindet also zwei kulinarische traditionen auf kreative weise. Interessant ist auch, dass pfannengerichte wie dieses in den 1970er und 1980er jahren in deutschland sehr populär wurden, als die berufstätigkeit von frauen zunahm und schnelle, unkomplizierte gerichte gefragt waren.

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