Campingplatz auf Fehmarn: Hier gibt es keinen Platz für Spießer!

Geschrieben von Barbara· 5 Min. Lesezeit
Campingplatz auf Fehmarn: Hier gibt es keinen Platz für Spießer!
Campingplatz auf Fehmarn: Hier gibt es keinen Platz für Spießer!

Fehmarn ist keine Insel für Zauderer. Die kleine Ostseeperle in Schleswig-Holstein zieht jedes Jahr Tausende von Reisenden an, die echte Natur, frischen Wind und eine ungezwungene Atmosphäre suchen. Wer hier zeltet, schläft mit dem Rauschen der Wellen im Ohr und wacht mit dem Geruch von Salzluft auf. Campingurlaub auf Fehmarn ist kein Kompromiss – er ist eine bewusste Entscheidung für Freiheit.

Fehmarn entdecken: eine Insel mit vielen Facetten

Eine Insel zwischen Himmel und Wasser

Fehmarn liegt im Norden Deutschlands und ist über den Fehmarnsund-Brücke mit dem Festland verbunden. Mit einer Fläche von rund 185 Quadratkilometern ist sie die drittgrößte deutsche Insel. Die Landschaft ist flach, weit und offen – ideal für Radfahrer, Wanderer und alle, die den Horizont lieben. Die Küstenlinie wechselt zwischen feinen Sandstränden, Steilküsten und ruhigen Buchten.

Ein Ort mit eigenem Charakter

Die Insel hat ihren eigenen Rhythmus. Die Dörfer sind klein, die Menschen direkt, die Atmosphäre ehrlich. Burg auf Fehmarn, die einzige Stadt der Insel, bietet Cafés, Märkte und eine lebendige Altstadt. Wer abseits der Touristenpfade unterwegs ist, entdeckt Windmühlen, Rapsfelder und alte Fischerboote – eine Kulisse, die keine Inszenierung braucht.

Diese vielfältige Landschaft bildet den perfekten Rahmen für Campingplätze, die ihren Gästen mehr bieten als nur einen Stellplatz.

Die Campingplätze auf Fehmarn: zwischen Natur und Geselligkeit

Vielfalt an Standorten und Ausstattungen

Auf Fehmarn gibt es eine breite Auswahl an Campingplätzen, die unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Einige liegen direkt am Strand, andere etwas zurückgezogen im Grünen. Die Bandbreite reicht von einfachen Zeltplätzen bis hin zu komfortablen Anlagen mit Sanitärgebäuden, Spielplätzen und Surfschulen. Besonders beliebt sind folgende Bereiche:

  • Südstrand bei Burg: familienfreundlich, gut ausgestattet, mit direktem Strandzugang
  • Westermarkelsdorf: ruhiger, naturnaher Bereich im Westen der Insel
  • Strukkamp: bekannt für Kitesurfer und Windsportler
  • Lemkenhafen: idyllisch gelegen, ideal für Ruhesuchende

Camping mit Gemeinschaftsgefühl

Was Fehmarn von vielen anderen Campingzielen unterscheidet, ist die Gemeinschaft auf den Plätzen. Abendliche Lagerfeuer, spontane Grillabende und gemeinsame Sonnenuntergänge am Wasser gehören zum Alltag. Die Campingplätze auf der Insel fördern bewusst diesen sozialen Aspekt – mit Gemeinschaftsküchen, Veranstaltungsräumen und organisierten Aktivitäten für alle Altersgruppen.

Wer einmal die Stimmung auf einem Fehmarn-Campingplatz erlebt hat, versteht schnell, warum viele Gäste Jahr für Jahr zurückkehren. Doch das Übernachten ist nur ein Teil des Erlebnisses.

Unterhaltsame und sportliche Aktivitäten, die man nicht verpassen sollte

Wassersport für alle Niveaus

Fehmarn gilt als eines der besten Windsport-Reviere Europas. Der konstante Wind und die langen Sandstrände machen die Insel zum Paradies für Kitesurfer, Windsurfer und Segler. Anfänger finden zahlreiche Schulen, die Kurse für jeden Kenntnisstand anbieten. Auch Kajakfahren, Stand-up-Paddling und Tauchen sind auf der Insel möglich.

Landaktivitäten und Erkundungstouren

Wer lieber auf festem Boden bleibt, hat ebenfalls viele Möglichkeiten:

  • Radfahren auf gut ausgeschilderten Routen rund um die Insel
  • Vogelbeobachtung im Naturschutzgebiet Wallnau
  • Minigolf, Beachvolleyball und Tischtennis auf den Campingplätzen
  • Besuch des Meeresmuseums oder des Leuchtturms Flügge

Die Kombination aus Sport, Natur und Kultur macht jeden Tag auf Fehmarn abwechslungsreich – und den Hunger nach einem langen Ausflug besonders groß.

Lokale Gastronomie: Köstlichkeiten und Spezialitäten der Region

Frischer Fisch und regionale Produkte

Die Gastronomie auf Fehmarn ist bodenständig und ehrlich. Frischer Fisch aus der Ostsee steht auf fast jeder Speisekarte – ob als Matjesbrötchen am Hafen, als Räucherfisch vom Markt oder als gegrillte Scholle im Restaurant. Lokale Produkte wie Fehmarnbutter, regionales Gemüse und handgemachte Marmeladen finden sich auf Wochenmärkten und in kleinen Hofläden.

Essen auf dem Campingplatz und drumherum

Viele Campingplätze haben eigene Imbissstände oder kleine Restaurants, die regionale Küche anbieten. Wer selbst kochen möchte, findet in den umliegenden Supermärkten und beim Fischhändler alles, was er braucht. Einige Tipps für Genießer:

  • Frühstück mit frischen Brötchen vom Bäcker im Dorf
  • Mittagessen direkt am Strand bei einem der mobilen Fischhändler
  • Abendessen im Hafen von Burgstaaken mit Blick aufs Wasser

Wer die kulinarische Seite Fehmarns kennt, will auch den praktischen Rahmen seines Aufenthalts optimal gestalten.

Praktische Tipps für einen maßgeschneiderten Aufenthalt

Anreise und beste Reisezeit

Fehmarn ist mit dem Auto über die A1 und die Fehmarnsund-Brücke gut erreichbar. Mit der Bahn fährt man bis Puttgarden oder Burg auf Fehmarn. Die beste Reisezeit für Camper liegt zwischen Mai und September. Juli und August sind die belebtesten Monate – wer Ruhe bevorzugt, reist im Juni oder September.

Buchung und Vorbereitung

Eine frühzeitige Reservierung ist in der Hochsaison unbedingt empfehlenswert. Viele Campingplätze sind Wochen im Voraus ausgebucht. Folgende Punkte sollte man bei der Planung berücksichtigen:

  • Stellplatzgröße und Ausstattung im Voraus prüfen
  • Winddichte Ausrüstung einpacken – der Seewind kann stark sein
  • Fahrrad mitnehmen oder vor Ort leihen
  • Haustiere sind auf vielen Plätzen erlaubt, aber vorab anfragen

Mit der richtigen Vorbereitung steht einem unvergesslichen Aufenthalt nichts mehr im Weg – und Fehmarn zeigt dann sein wahres Gesicht.

Warum Fehmarn das ideale Reiseziel für unkonventionelle Camper ist

Eine Insel, die keine Massentouristik braucht

Fehmarn ist keine Hochglanzbroschüre. Die Insel lebt von ihrer Authentizität, ihrer Rauheit und ihrer Offenheit. Wer hier campt, passt sich dem Rhythmus der Natur an – und nicht umgekehrt. Der Wind bestimmt den Tag, das Licht entscheidet über die Stimmung, und die Gemeinschaft auf dem Platz schreibt die Abende.

Freiheit als Reiseprinzip

Campingurlaub auf Fehmarn bedeutet: früh aufstehen, wenn die Sonne es verlangt, spontan die Route ändern, wenn der Wind dreht, und abends am Feuer sitzen, ohne auf die Uhr zu schauen. Diese Art zu reisen ist nicht für jeden – aber für alle, die sie einmal ausprobiert haben, gibt es kaum etwas Besseres.

Fehmarn vereint Natur, Gemeinschaft, Sport und Kulinarik auf engstem Raum. Die Campingplätze der Insel bieten eine Vielfalt, die von einfach bis komfortabel reicht, und die Atmosphäre ist so unverwechselbar wie der Ostseegeruch am frühen Morgen. Wer einmal hier zeltet, kommt wieder – das ist keine Behauptung, das ist Erfahrung.

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