Himmlisches Mascarpone-Quark Dessert: so lecker und cremig

Geschrieben von Annika· 5 Min. Lesezeit

In der welt der desserts gibt es gerichte, die durch ihre einfachheit bestechen und dennoch geschmacklich überzeugen. Das himmlische mascarpone-quark dessert gehört zweifellos zu dieser kategorie. Cremig, luftig und mit einer perfekten balance zwischen süße und frische verzaubert diese italienisch inspirierte nachspeise jeden gaumen.

Was dieses dessert besonders macht, ist die gelungene kombination aus mascarpone und quark. Während mascarpone für die seidige textur und den vollmundigen geschmack sorgt, bringt der quark eine angenehme leichtigkeit mit. Das ergebnis ist eine creme, die auf der zunge zergeht und dennoch nicht zu schwer im magen liegt.

Für viele hobbyköche stellt sich die frage, wie man mit wenigen zutaten ein dessert kreiert, das gäste beeindruckt. Die antwort liegt in der qualität der produkte und der richtigen technik beim vermischen. Mit dieser schritt-für-schritt-anleitung gelingt das dessert garantiert, auch wenn man noch nie zuvor mit mascarpone gearbeitet hat.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Die mascarpone-quark-basis vorbereiten

Nehmen sie eine große rührschüssel und geben sie den mascarpone hinein. Lassen sie ihn etwa 10 minuten bei raumtemperatur stehen, damit er geschmeidig wird. Das ist wichtig, denn kalter mascarpone lässt sich schwerer verarbeiten und bildet klümpchen. Fügen sie dann den magerquark hinzu und verrühren sie beide zutaten mit einem schneebesen vorsichtig, bis eine homogene masse entsteht. Die konsistenz sollte glatt und cremig sein, ohne sichtbare trennungen zwischen den beiden milchprodukten.

2. Die süße und das aroma einarbeiten

Sieben sie den puderzucker über die mascarpone-quark-mischung. Das sieben verhindert klümpchen und sorgt für eine gleichmäßige verteilung. Geben sie den vanillezucker und den zitronensaft hinzu. Der zitronensaft ist entscheidend, denn er bringt frische in das dessert und verhindert, dass es zu süß wird. Rühren sie alles mit dem handrührgerät auf mittlerer stufe etwa 2 minuten lang, bis die masse luftig und hell wird. Achten sie darauf, nicht zu lange zu rühren, sonst wird die creme zu flüssig.

3. Die sahne aufschlagen und unterheben

In einer separaten, gekühlten schüssel schlagen sie die sahne steif. Verwenden sie dafür kalte sahne direkt aus dem kühlschrank und beginnen sie mit niedriger geschwindigkeit, steigern sie dann allmählich. Die sahne ist perfekt, wenn sie feste spitzen bildet und nicht mehr aus der schüssel läuft, wenn sie diese kippen. Nehmen sie nun etwa ein drittel der geschlagenen sahne und heben sie diese vorsichtig unter die mascarpone-quark-masse. Unterheben bedeutet, mit einem spatel von unten nach oben zu falten, ohne zu rühren, damit die luftigkeit erhalten bleibt. Wiederholen sie diesen vorgang mit der restlichen sahne, bis alles gut vermischt ist.

4. Die amarettini vorbereiten

Geben sie die amarettini kekse in einen gefrierbeutel und verschließen sie diesen gut. Zerkleinern sie die kekse mit einem nudelholz oder dem boden einer pfanne in grobe stücke. Sie möchten keine feinen krümel, sondern knusprige stückchen, die beim essen noch textur bieten. Einige größere stücke dürfen ruhig übrig bleiben, das macht das dessert interessanter. Bewahren sie etwa 2 esslöffel der zerkleinerten kekse für die dekoration auf.

5. Die beeren auftauen und vorbereiten

Lassen sie die gefrorenen beeren in einem sieb bei raumtemperatur etwa 15 minuten antauen. Fangen sie den austretenden saft in einer schüssel auf, den können sie später zum verfeinern verwenden. Die beeren sollten noch leicht gekühlt sein, aber nicht mehr steinhart. Tupfen sie überschüssige flüssigkeit vorsichtig mit küchenpapier ab, damit das dessert nicht verwässert wird.

6. Das dessert schichten

Nehmen sie vier dessertgläser oder kleine schälchen. Beginnen sie mit einer schicht der mascarpone-quark-creme am boden, etwa 2 esslöffel pro glas. Verteilen sie darauf einige zerkleinerte amarettini und drücken sie diese leicht an. Geben sie dann eine schicht beeren darüber. Wiederholen sie diese schichtung noch einmal, sodass sie insgesamt zwei komplette schichten haben. Die oberste schicht sollte die creme sein, die sie glatt streichen können.

7. Dekorieren und kühlen

Streuen sie die zurückbehaltenen amarettini-stückchen über die oberste cremeschicht. Verteilen sie einige frische beeren dekorativ darauf und garnieren sie mit den getrockneten minzblättern. Stellen sie die desserts für mindestens 2 stunden, besser noch 4 stunden, in den kühlschrank. Während dieser zeit verbinden sich die aromen und die creme wird fester. Die kekse weichen leicht auf und bilden eine angenehme textur zwischen den cremeschichten.

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch intensivere geschmacksnote können sie einen esslöffel amaretto-likör unter die creme rühren. Das verstärkt das mandelaroma der kekse.
Wenn sie keine gefrorenen beeren verwenden möchten, eignen sich auch frische erdbeeren, himbeeren oder blaubeeren hervorragend. Schneiden sie größere früchte in mundgerechte stücke.
Die creme lässt sich auch am vortag zubereiten und im kühlschrank aufbewahren. Schichten sie das dessert dann erst kurz vor dem servieren, damit die kekse nicht zu weich werden.
Für eine leichtere variante können sie die hälfte der sahne durch griechischen joghurt ersetzen. Das dessert wird dann etwas säuerlicher und weniger kalorienreich.
Verwenden sie unbedingt mascarpone in guter qualität. Günstige produkte enthalten oft zusatzstoffe, die das geschmackserlebnis beeinträchtigen.

Die perfekte begleitung zum dessert

Zu diesem cremigen dessert passt ein süßer dessertwein wie ein moscato d’asti aus dem piemont. Seine perlende textur und die fruchtigen noten von pfirsich und aprikose harmonieren wunderbar mit der mascarpone-creme.

Alternativ empfiehlt sich ein vin santo aus der toskana, der mit seinen karamell- und nussaromen die amarettini perfekt ergänzt. Für gäste, die keinen alkohol trinken, ist ein kaltgebrühter weißer tee mit einem hauch honig eine erfrischende wahl, die die süße des desserts ausgleicht.

Auch ein espresso ist eine klassische italienische begleitung, die durch ihren bitteren kontrast die cremigkeit des desserts unterstreicht.

Zusätzliche Info

Das mascarpone-quark dessert ist eine moderne interpretation klassischer italienischer nachspeisen. Mascarpone stammt ursprünglich aus der lombardei und wird seit dem 16. jahrhundert hergestellt. Der name leitet sich vermutlich vom lombardischen dialektwort mascarpa ab, was soviel wie ricotta bedeutet.

Die kombination mit quark ist eine deutsche anpassung, die das dessert leichter und bekömmlicher macht. In italien würde man wahrscheinlich nur mascarpone verwenden, was zu einem reichhaltigeren ergebnis führt. Die deutsche variante ist jedoch gesundheitsbewusster, da quark proteinreich und fettärmer ist.

Amarettini, die kleinen mandelkekse, haben ihren ursprung in saronno bei mailand. Der legende nach wurden sie im 16. jahrhundert von einer wirtin erfunden, die damit einen kardinal beeindrucken wollte. Heute sind sie aus der italienischen küche nicht wegzudenken und werden gerne in desserts verwendet.

Dieses dessert vereint also italienische tradition mit deutscher praktikabilität und zeigt, wie kulinarische grenzen sich auflösen können, wenn es um guten geschmack geht.

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