Kartoffelsalat ohne Mayo: Tim Mälzers leichte Variante ist perfekt für die Grillsaison

Geschrieben von Annika· 5 Min. Lesezeit

Die grillsaison ist eröffnet, und mit ihr die suche nach der perfekten beilage. Tim Mälzers kartoffelsalat ohne mayonnaise erobert die herzen aller, die eine leichte alternative zum klassischen rezept suchen. Während traditionelle kartoffelsalate oft schwer im magen liegen, setzt der bekannte fernsehkoch auf eine vinaigrette-basis, die frische und geschmack vereint.

Diese variante überzeugt nicht nur durch ihren reduzierten fettgehalt, sondern auch durch die intensive aromenkombination aus kräutern, senf und einer säuerlichen note. Perfekt abgestimmt auf gegrilltes fleisch, fisch oder gemüse, wird dieser salat zum star jeder gartenparty. Die zubereitung ist denkbar einfach und gelingt auch kochanfängern mühelos.

  • Keine mayonnaise bedeutet weniger kalorien
  • Die vinaigrette zieht besser in die kartoffeln ein
  • Ideal für warme sommertage
  • Kann problemlos vorbereitet werden

25

20

facile

Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. kartoffeln vorbereiten und kochen

Wascht die festkochenden kartoffeln gründlich unter fließendem wasser und legt sie ungeschält in einen großen topf. Bedeckt sie vollständig mit kaltem wasser und fügt eine großzügige prise salz hinzu. Bringt das wasser zum kochen und lasst die kartoffeln bei mittlerer hitze etwa 20 minuten garen, bis sie weich sind. Festkochende kartoffeln behalten ihre form beim kochen und zerfallen nicht, was für kartoffelsalat ideal ist. Prüft die garzeit mit einer gabel: sie sollte leicht eindringen können, die kartoffeln aber nicht zerfallen.

2. vinaigrette zubereiten

Während die kartoffeln kochen, bereitet ihr die vinaigrette vor. Erhitzt die gemüsebrühe in einem kleinen topf oder in der mikrowelle, bis sie heiß ist. In einer großen schüssel vermengt ihr den weißweinessig, das rapsöl, den senf, den zucker sowie salz und pfeffer nach geschmack. Verwendet einen schneebesen, um alle zutaten zu einer homogenen emulsion zu verarbeiten. Eine emulsion ist eine mischung aus zwei flüssigkeiten, die sich normalerweise nicht verbinden würden, wie öl und essig. Durch kräftiges schlagen entsteht eine cremige konsistenz.

3. zwiebeln und gurken vorbereiten

Schält die zwiebeln und schneidet sie in feine würfel. Je feiner ihr sie schneidet, desto besser verteilen sie sich im salat und geben ihr aroma ab. Schneidet auch die gewürzgurken in kleine würfel. Die säure der gurken harmoniert perfekt mit der vinaigrette und gibt dem salat eine erfrischende note. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch etwas gurkenwasser zur vinaigrette hinzufügen, um die säure zu verstärken.

4. kartoffeln pellen und schneiden

Gießt die garen kartoffeln ab und schreckt sie kurz mit kaltem wasser ab, damit ihr sie anfassen könnt. Pellt die kartoffeln solange sie noch warm sind – das geht deutlich leichter als bei kalten kartoffeln. Die schale löst sich fast von selbst. Schneidet die gepellten kartoffeln in etwa 5 millimeter dicke scheiben. Achtet darauf, dass die scheiben nicht zu dünn sind, damit sie nicht zerbrechen, aber auch nicht zu dick, damit die vinaigrette gut einziehen kann.

5. salat zusammenfügen

Gebt die noch warmen kartoffelscheiben in die schüssel mit der vinaigrette. Gießt sofort die heiße gemüsebrühe darüber. Dieser schritt ist entscheidend: die warmen kartoffeln nehmen die flüssigkeit wie ein schwamm auf und werden dadurch besonders aromatisch und saftig. Fügt die zwiebelwürfel und gurkenwürfel hinzu. Mischt alles vorsichtig mit einem großen löffel oder einer salatgabel, ohne die kartoffelscheiben zu zerdrücken.

6. kräuter hinzufügen und ziehen lassen

Streut den getrockneten schnittlauch und die getrocknete petersilie über den salat und hebt sie vorsichtig unter. Deckt die schüssel ab und lasst den kartoffelsalat mindestens 30 minuten bei raumtemperatur ziehen. In dieser zeit verbinden sich alle aromen miteinander, und die kartoffeln saugen die vinaigrette vollständig auf. Ihr könnt den salat auch über nacht im kühlschrank durchziehen lassen – er schmeckt am nächsten tag sogar noch besser.

7. abschmecken und servieren

Vor dem servieren probiert den kartoffelsalat und schmeckt ihn nochmals mit salz, pfeffer und eventuell etwas essig ab. Falls der salat zu trocken geworden ist, könnt ihr etwas öl oder gemüsebrühe nachgeben. Rührt alles noch einmal vorsichtig durch. Der salat kann sowohl lauwarm als auch kalt serviert werden – beide varianten haben ihren eigenen reiz.

Tipp vom Chefkoch

Verwendet unbedingt festkochende kartoffelsorten wie linda, nicola oder charlotte. Mehligkochende kartoffeln würden beim mischen zerfallen und der salat würde matschig werden. Ein weiterer tipp: bereitet ruhig die doppelte menge zu, denn dieser kartoffelsalat hält sich im kühlschrank bis zu drei tage und schmeckt durchgezogen noch besser. Wenn ihr den salat im voraus zubereitet, gebt die kräuter erst kurz vor dem servieren dazu, damit sie ihre frische farbe behalten. Für eine pikantere variante könnt ihr auch etwas scharfen senf oder eine prise cayennepfeffer hinzufügen.

die perfekte weinbegleitung

Zu diesem leichten kartoffelsalat passt hervorragend ein trockener weißwein wie ein riesling oder ein grauburgunder. Die frische säure des weins harmoniert perfekt mit der vinaigrette. Wenn ihr den salat zu gegrilltem serviert, ist auch ein rosé eine ausgezeichnete wahl. Für eine alkoholfreie alternative empfiehlt sich ein gespritzter apfelsaft oder ein kräutertee, der kalt serviert wird. An heißen sommertagen ist auch ein zitronenwasser mit minze eine erfrischende begleitung.

Zusätzliche Info

Tim Mälzers kartoffelsalat ohne mayonnaise ist eine moderne interpretation des klassischen deutschen kartoffelsalats. Während in süddeutschland traditionell die variante mit brühe und essig bevorzugt wird, dominiert im norden die mayonnaise-version. Der fernsehkoch verbindet in seinem rezept das beste aus beiden welten: die leichtigkeit der süddeutschen variante mit der cremigkeit, die durch die emulgierte vinaigrette entsteht. Historisch gesehen ist kartoffelsalat seit dem 18. jahrhundert in deutschland bekannt und wurde ursprünglich als arme-leute-essen betrachtet. Heute ist er aus keiner grillparty mehr wegzudenken und hat sich zu einem kulinarischen klassiker entwickelt, der in unzähligen varianten existiert.

Drucken

Teilen

Auch interessant