Koch aus dem Luxushotel Traube Tonbach verrät bestes Rezept für Currywurst

Geschrieben von Barbara· 7 Min. Lesezeit
Koch aus dem Luxushotel Traube Tonbach verrät bestes Rezept für Currywurst
Koch aus dem Luxushotel Traube Tonbach verrät bestes Rezept für Currywurst

Es ist ein Gericht, das die Deutschen lieben wie kaum ein anderes : die currywurst. Doch was unterscheidet eine gewöhnliche currywurst von einer außergewöhnlichen ? Stefan Gschwendtner, küchenchef im legendären luxushotel traube tonbach im schwarzwald, lüftet sein bestgehütetes geheimnis. Sein rezept vereint handwerkliche präzision mit tiefer leidenschaft für das deutsche kultgericht – und beweist, dass auch ein einfaches streetfood zur hochküche werden kann. Folgen Sie uns in die welt eines kochs, der die currywurst neu erfindet, ohne ihre seele zu verraten.

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20 minuten

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35 minuten

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mittel

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€€

Zutaten

- Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Die currysauce vorbereiten

Erhitzen Sie einen kleinen topf bei mittlerer hitze und geben Sie einen esslöffel pflanzenöl hinein. Fügen Sie das tomatenmark hinzu und lassen Sie es kurz anrösten – anrösten bedeutet, das tomatenmark kurz in heißem öl zu erhitzen, damit seine aromen sich intensivieren. Nach etwa einer minute geben Sie die passierten tomaten dazu. Rühren Sie alles gut um. Fügen Sie nun den apfelessig, die worcestershiresauce und den braunen zucker hinzu. Der zucker balanciert die säure der tomaten und gibt der sauce eine leichte süße – genau wie im hotel traube tonbach.

2. Die gewürze einarbeiten

Geben Sie jetzt beide currypulver (scharf und mild), das madras-currypulver, das geräucherte paprikapulver, das knoblauchpulver, das zwiebelpulver und den cayennepfeffer in die sauce. Rühren Sie alles sorgfältig unter. Lassen Sie die sauce bei niedriger hitze 20 minuten köcheln – köcheln bedeutet, die flüssigkeit bei sehr schwacher hitze leicht blubbern zu lassen, ohne zu kochen. Schmecken Sie zwischendurch ab und passen Sie die würzung nach ihrem geschmack an. Wenn die sauce zu dickflüssig wird, geben Sie einen schuss wasser dazu.

3. Die sauce verfeinern

Nach dem köcheln nehmen Sie den topf vom herd. Verwenden Sie jetzt den stabmixer, um die sauce glatt zu pürieren – pürieren bedeutet, feste bestandteile mit einem mixgerät in eine cremige, gleichmäßige masse zu verwandeln. So entsteht eine seidig-glatte textur, wie man sie aus spitzenrestaurants kennt. Stellen Sie die sauce beiseite und halten Sie sie warm.

4. Die würste braten

Erhitzen Sie die gusseisenpfanne bei mittlerer bis hoher hitze. Geben Sie den restlichen esslöffel pflanzenöl hinein. Legen Sie die bratwürste in die heiße pfanne. Braten Sie sie rundherum goldbraun an – das dauert etwa 10 bis 12 minuten. Prüfen Sie mit dem küchenthermometer, ob die würste innen mindestens 72 grad celsius erreicht haben – das ist die kerntemperatur, bei der fleisch vollständig durchgegart und sicher zum essen ist. Nehmen Sie die würste aus der pfanne und lassen Sie sie kurz ruhen.

5. Schneiden und anrichten

Schneiden Sie die gebratenen würste in gleichmäßige scheiben von etwa einem zentimeter dicke. Legen Sie die scheiben auf einen teller oder in eine schale. Gießen Sie großzügig die warme currysauce darüber. Bestäuben Sie alles abschließend mit einer extra prise currypulver – das ist das markenzeichen jeder echten currywurst und gibt ihr das unverwechselbare aroma.

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Tipp vom Chefkoch

Der geheime trick von küchenchef gschwendtner : bereiten Sie die currysauce am vortag zu und lassen Sie sie über nacht im kühlschrank ruhen. Die aromen verbinden sich dann viel intensiver, und die sauce schmeckt am nächsten tag deutlich tiefer und komplexer. Erwärmen Sie sie einfach langsam vor dem servieren. Außerdem empfiehlt der chef, die würste vor dem braten kurz mit einer gabel einzustechen – so bleibt das fett in der pfanne und die wurst wird innen saftiger.

Getränkeempfehlung zur currywurst

Zur currywurst passt ein frisch gezapftes deutsches pils hervorragend – seine leichte bitterkeit gleicht die süße der currysauce wunderbar aus. Wer es alkoholfrei bevorzugt, greift zu einem gut gekühlten ingwerlimonade oder einem klassischen apfelschorle aus dem schwarzwald, das die fruchtigen noten der sauce wunderbar unterstreicht.

Zusätzliche Info

Die currywurst wurde 1949 von herta heuwer in berlin erfunden. Sie mischte ketchup mit currypulver und worcestershiresauce und goss diese sauce über gebratene würste. Das gericht wurde schnell zum symbol der deutschen nachkriegskultur. Heute werden in deutschland schätzungsweise 800 millionen currywürste pro jahr gegessen. Dass ein küchenchef eines fünf-sterne-hotels wie dem traube tonbach dieses streetfood-gericht neu interpretiert, zeigt, wie tief die currywurst in der deutschen identität verwurzelt ist.

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