Köstlicher Genuss: Rosenkohl-Auflauf mit Crème fraîche und Bacon
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Der Rosenkohl-Auflauf mit Crème fraîche und Bacon erobert derzeit die deutschen Küchen im Sturm. Dieses herzhafte Gericht vereint die leichte Bitterkeit des Rosenkohls mit der cremigen Sanftheit der Crème fraîche und der knusprigen Würze des Specks. In Zeiten, in denen Komfortessen wieder an Bedeutung gewinnt, präsentiert sich dieser Auflauf als perfekte Antwort auf kalte Wintertage.
Die Zubereitung erfordert keine außergewöhnlichen Kochkünste, sondern lediglich Geduld und die richtige Technik. Der Rosenkohl, oft verkannt als bitteres Wintergemüse, entfaltet durch das Überbacken im Ofen sein volles Aroma und wird butterweich. Die Kombination mit dem salzigen Bacon und der säuerlichen Crème fraîche schafft ein Geschmackserlebnis, das selbst Rosenkohl-Skeptiker überzeugt.
Dieser Auflauf eignet sich hervorragend als Hauptgericht für ein gemütliches Familienessen oder als raffinierte Beilage zu Festtagsbraten. Die goldbraune Kruste, die sich während des Backens bildet, verleiht dem Gericht eine appetitliche Optik und eine unwiderstehliche Textur.
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facile
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Den Backofen auf 180 grad celsius vorheizen. Dies ist wichtig, damit die Temperatur gleichmäßig ist, wenn der Auflauf in den Ofen kommt. Eine konstante Temperatur sorgt für ein perfektes Garergebnis.
2.
Den Rosenkohl gründlich waschen und die äußeren, welken Blätter entfernen. Anschließend die Strünke abschneiden und die Röschen halbieren. Durch das Halbieren verkürzt sich die Garzeit erheblich und die Aromen können besser eindringen.
3.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den vorbereiteten Rosenkohl für etwa 5 minuten blanchieren. Blanchieren bedeutet, das Gemüse kurz in kochendem Wasser vorzugaren. Dies nimmt die Bitterkeit und macht den Rosenkohl bekömmlicher. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
4.
In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Den Bacon darin bei mittlerer Hitze knusprig braten. Dies dauert etwa 6 bis 8 minuten. Der Bacon sollte goldbraun sein und sein Fett abgegeben haben. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
5.
Die Knoblauchzehen schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. Falls keine Presse vorhanden ist, den Knoblauch sehr fein hacken. In der gleichen Pfanne, in der der Bacon gebraten wurde, den Knoblauch im verbliebenen Fett etwa 1 minute anschwitzen, bis er duftet.
6.
Den blanchierten Rosenkohl in die Pfanne geben und mit dem Knoblauch vermischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Die Muskatnuss harmoniert wunderbar mit dem Rosenkohl und verleiht eine warme, nussige Note. Alles etwa 3 minuten anbraten.
7.
Die Crème fraîche in eine Schüssel geben und mit der Gemüsebrühe verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Diese Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Brühe verdünnt die Crème fraîche leicht und macht die Sauce geschmeidiger.
8.
Eine Auflaufform leicht mit Butter oder Öl einfetten. Den Rosenkohl gleichmäßig in der Form verteilen. Die Hälfte des knusprigen Bacons darüber streuen. Dies sorgt für eine schöne Verteilung des Speckaromas im gesamten Auflauf.
9.
Die Crème-fraîche-Mischung gleichmäßig über den Rosenkohl und den Bacon gießen. Mit einem Löffel vorsichtig verteilen, sodass alle Röschen mit der Sauce bedeckt sind. Die Sauce soll in alle Zwischenräume fließen.
10.
Den geriebenen Käse über den Auflauf streuen. Verwenden Sie einen Käse, der gut schmilzt, wie Gouda, Emmentaler oder eine Mischung aus verschiedenen Sorten. Der Käse bildet später die goldbraune Kruste.
11.
Den restlichen Bacon über den Käse verteilen. Dieser wird während des Backens noch knuspriger und bildet zusammen mit dem Käse eine unwiderstehliche Oberfläche.
12.
Die Auflaufform in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 30 bis 35 minuten backen. Der Auflauf ist fertig, wenn der Käse goldbraun und blasig ist und der Rosenkohl weich ist. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, mit Alufolie abdecken.
13.
Den fertigen Auflauf aus dem Ofen nehmen und etwa 5 minuten ruhen lassen, bevor er serviert wird. Diese Ruhezeit ermöglicht es der Sauce, einzudicken, und macht das Portionieren einfacher. Der Auflauf sollte noch dampfend heiß, aber nicht mehr kochend sein.
Tipp vom Chefkoch
Um die Bitterkeit des Rosenkohls weiter zu reduzieren, können sie einen teelöffel zucker zum blanchierwasser hinzufügen. Dies neutralisiert die bitteren Geschmacksstoffe, ohne die charakteristische note des Gemüses zu überdecken. Ein weiterer trick besteht darin, den Rosenkohl einen tag vor der Zubereitung zu kaufen und im Kühlschrank zu lagern, da kälte die bitterstoffe abbaut. Für eine noch cremigere konsistenz können sie die hälfte der crème fraîche durch mascarpone ersetzen, was dem auflauf eine besonders samtige textur verleiht.
Die perfekte weinbegleitung
Zu diesem herzhaften Rosenkohl-Auflauf empfiehlt sich ein kräftiger Weißwein mit guter Säurestruktur. Ein Grauburgunder aus Baden oder der Pfalz harmoniert ausgezeichnet mit der cremigen Sauce und dem salzigen Bacon. Die mineralischen Noten des Weins balancieren die Fülle der Crème fraîche perfekt aus.
Alternativ passt auch ein leichter Rotwein wie ein Spätburgunder hervorragend. Seine fruchtigen Aromen und die moderate Tanninstruktur ergänzen den Rosenkohl, ohne ihn zu dominieren. Für Bierliebhaber ist ein dunkles Bockbier eine ausgezeichnete Wahl, dessen malzige Süße wunderbar mit den Röstaromen des Bacons korrespondiert.
Zusätzliche Info
Der Rosenkohl, botanisch Brassica oleracea var. gemmifera, stammt ursprünglich aus Belgien und wurde im 16. jahrhundert erstmals kultiviert. Sein name leitet sich von der stadt brüssel ab, wo er besonders populär war. In deutschland gewann das wintergemüse erst im 19. jahrhundert an bedeutung.
Rosenkohl ist ein wahres superfood: reich an vitamin c, vitamin k, folsäure und ballaststoffen. Eine portion deckt bereits den tagesbedarf an vitamin c. Die enthaltenen glucosinolate wirken zudem entzündungshemmend und können das immunsystem stärken.
Die kombination mit bacon und crème fraîche ist eine klassische zubereitungsart in der französischen und belgischen küche. Diese methode des überbackens, au gratin genannt, wurde bereits im 18. jahrhundert praktiziert und galt als zeichen gehobener kochkunst. Heute erlebt diese traditionelle zubereitungsart eine renaissance in der modernen hausmannskost.
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