Marinierter Kohl zergeht auf der Zunge – ich füge 1 Gemüse hinzu und der Geschmack ist umwerfend: Wir essen ihn am nächsten Tag
Aktualisiert am 25. April 2026
InhaltsverzeichnisAusblendenAnzeigen
Marinierter Kohl ist ein traditionelles Gericht, das durch seine zarte Textur und seinen intensiven Geschmack besticht. Die besondere Marinade verwandelt den schlichten Kohl in eine wahre Delikatesse, die buchstäblich auf der Zunge zergeht. Das Geheimnis liegt in der Zugabe eines zusätzlichen Gemüses, das dem Gericht eine überraschende Geschmacksdimension verleiht und es am nächsten Tag noch besser schmecken lässt. Diese Methode der Zubereitung stammt aus der osteuropäischen Küchentradition, wo fermentierte und marinierte Gemüse seit Jahrhunderten einen festen Platz auf dem Speiseplan haben. Die Kombination aus knackigem Weißkohl und würziger Marinade macht dieses Rezept zu einem perfekten Begleiter für herzhafte Gerichte oder als eigenständige Beilage. Der entscheidende Clou ist die Zugabe von Karotten, die nicht nur Farbe und Süße einbringen, sondern auch die Konsistenz perfekt abrunden. Durch das Marinieren entwickeln sich die Aromen über Nacht weiter, wodurch der Kohl am zweiten Tag noch aromatischer wird. Diese Zubereitungsart ist nicht nur geschmacklich überzeugend, sondern auch praktisch, da das Gericht problemlos vorbereitet werden kann und sich hervorragend hält.
30
25
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Den Weißkohl gründlich waschen und den Strunk entfernen. Den Kohl in sehr feine Streifen schneiden oder mit einem Gemüsehobel hobeln. Ein Gemüsehobel ist ein praktisches Küchengerät, das Gemüse in gleichmäßig dünne Scheiben oder Streifen schneidet. Die feinen Kohlstreifen in eine große Schüssel geben und leicht mit den Händen durchkneten, damit sie etwas weicher werden.
2.
Die Karotten schälen und ebenfalls in feine Streifen schneiden oder mit dem Gemüsehobel raspeln. Die Karottenstreifen zu den Kohlstreifen in die Schüssel geben und alles gut vermischen. Diese Kombination sorgt für die perfekte Balance zwischen der milden Kohlnote und der natürlichen Süße der Karotten.
3.
In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen und leicht salzen. Das Kohl-Karotten-Gemisch portionsweise für etwa 3 bis 4 Minuten blanchieren. Blanchieren bedeutet, Gemüse kurz in kochendem Wasser zu garen und dann abzuschrecken. Das Gemüse sollte noch bissfest bleiben und nicht zu weich werden. Nach dem Blanchieren das Gemüse sofort in einem Sieb abtropfen lassen.
4.
Während das Gemüse abtropft, die Marinade vorbereiten. In einem kleinen Topf das Sonnenblumenöl, den Weißweinessig, Zucker, Salz, schwarzen Pfeffer, Knoblauchpulver, getrockneten Dill, Senfkörner und Kümmel vermischen. Die Lorbeerblätter hinzufügen. Diese Mischung unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Marinade sollte nicht kochen, sondern nur warm werden.
5.
Das abgetropfte Gemüse zurück in die Schüssel geben und die noch warme Marinade darüber gießen. Alles gründlich mit einem Holzlöffel durchmischen, damit jeder Streifen mit der aromatischen Flüssigkeit benetzt wird. Die Lorbeerblätter gleichmäßig im Gemüse verteilen.
6.
Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken oder das Gemüse in ein großes Einmachglas umfüllen. Den marinierten Kohl mindestens 12 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. Während dieser Zeit entwickeln sich die Aromen vollständig und das Gemüse nimmt die Würze perfekt auf.
7.
Am nächsten Tag den marinierten Kohl aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 30 Minuten vor dem Servieren bei Raumtemperatur stehen lassen. Die Lorbeerblätter können entfernt oder als dekoratives Element belassen werden. Den Kohl in eine Servierschüssel umfüllen und nach Belieben mit frischem Dill garnieren.
Tipp vom Chefkoch
Der marinierte Kohl schmeckt tatsächlich am zweiten oder dritten Tag am besten, da die Aromen intensiver werden. Er hält sich im Kühlschrank problemlos 5 bis 7 Tage. Für eine noch intensivere Note kann zusätzlich eine fein gehackte Zwiebel in Ringe geschnitten und mitmariniert werden. Wer es schärfer mag, fügt der Marinade eine Prise Chilифlocken hinzu. Das Gemüse sollte beim Blanchieren wirklich nur kurz ins Wasser, damit es seine knackige Konsistenz behält. Ein kleiner Tipp: die Marinade kann auch für andere Gemüsesorten wie Paprika oder Gurken verwendet werden.
Passende Getränke zum marinierten Kohl
Zu diesem säuerlich-würzigen Kohlgericht passen trockene Weißweine besonders gut, etwa ein Riesling oder ein Grüner Veltliner, die mit ihrer Frische die Aromen des Kohls unterstreichen. Auch ein helles Bier harmoniert hervorragend mit der würzigen Marinade. Für Liebhaber von Spirituosen bietet sich ein kleiner Kräuterschnaps als Digestif an. Als alkoholfreie Alternative eignet sich ein Apfelsaft-Schorle oder ein Kräutertee mit Fenchel und Anis, der die Verdauung unterstützt und die Gewürznoten aufgreift.
Zusätzliche Info
Marinierter Kohl, auch bekannt als eingelegter Kohl oder Sauerkraut-Variante, hat eine lange Tradition in der osteuropäischen und deutschen Küche. Bereits im Mittelalter erkannte man, dass durch das Einlegen in Essig oder Salzlake Gemüse haltbar gemacht werden konnte. Diese Konservierungsmethode war besonders in den Wintermonaten wichtig, wenn frisches Gemüse rar war. Die Zugabe von Karotten ist eine moderne Interpretation, die dem traditionellen Rezept eine zusätzliche Geschmacksnote verleiht. In Russland und der Ukraine wird ähnlich zubereiteter Kohl als Kapusta bezeichnet und gilt als unverzichtbare Beilage zu deftigen Fleischgerichten. Die Marinade mit Essig und Öl sorgt nicht nur für Geschmack, sondern macht das Gemüse auch bekömmlicher und fördert die Verdauung. Interessanterweise wird marinierter Kohl oft bei Festlichkeiten serviert und symbolisiert Wohlstand und Fülle. Die fermentative Wirkung der Marinade trägt zudem zur Gesundheit bei, da sie probiotische Eigenschaften entwickelt.
Auch interessant
Bauchfett im April reduzieren, warum Sportmediziner der DGSP auf kurze Intervalle setzen
Wenn die ersten warmen Apriltage die Winterjacken in den Schrank verbannen, wird der Blick auf den eigenen Bauch für viele zum Spiegelbild der vergangenen Monate. Das Bauchfett, das sich über den Winter langsam aufgebaut hat, sitzt oft har…
22. April 2026
Beliebtes Frühstück entzaubert: Warum Joghurt mit Banane oft enttäuscht
Joghurt mit Banane gilt seit Jahren als Klassiker auf dem deutschen Frühstückstisch. Schnell zubereitet, scheinbar gesund und angenehm süß – diese Kombination hat viele Anhänger. Doch hinter dem gesunden Ima...
23. April 2026
Stockflecken blitzschnell entfernt: Ein Molkerei-Getränk hilft
Stockflecken gehören zu den hartnäckigsten Problemen in jedem Haushalt. Diese unschönen Verfärbungen tauchen oft unerwartet auf Textilien, Wänden oder Möbeln auf und lassen sich nur schwer entfernen. Währ…
22. April 2026
Inflation und Ersparnisse: Warum Nichtstun langfristig teuer wird
Wer sein Geld auf dem Sparbuch liegen lässt, glaubt oft, es sei dort sicher aufgehoben. Doch während die Zahlen auf dem Kontoauszug gleich bleiben, verändert sich der tatsächliche Wert des Ersparten kontinuierlich. Die schleichende Entwert…
25. April 2026
Hochbeet: Diese 3 Küchenabfälle als Hausdünger – ich habe sie getestet und nur einer hat wirklich alles verändert
Immer mehr Hobbygärtner entdecken die Kraft organischer Abfälle aus der Küche als kostengünstigen und umweltfreundlichen Dünger. Statt chemische Produkte zu kaufen, lassen sich alltägliche Reste wie Eierschalen, Kaffeesatz oder Bananenscha…
24. April 2026
Frühjahrsmüdigkeit oder Eisenmangel? Internisten erklären, wann ein Bluttest sinnvoll ist
Mit dem Einzug des Frühlings erwacht die Natur zu neuem Leben, doch viele Menschen fühlen sich paradoxerweise erschöpft und energielos. Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit wird oft als natürliches Phänomen abgetan, das von selbst wieder vers…
22. April 2026