Nicht auf beiden Seiten braten und keine Milch verwenden. Pfannkuchen mit „tausend Löchern" sind besser als herkömmliche Pfannkuchen

Hochzeitsatelier· 8 Min. Lesezeit
Nicht auf beiden Seiten braten und keine Milch verwenden. Pfannkuchen mit „tausend Löchern" sind besser als herkömmliche Pfannkuchen
Nicht auf beiden Seiten braten und keine Milch verwenden. Pfannkuchen mit „tausend Löchern" sind besser als herkömmliche Pfannkuchen

In der welt der pfannkuchen gibt es eine besonderheit, die sich von den klassischen zubereitungen deutlich abhebt: die baghrir, auch bekannt als pfannkuchen mit tausend löchern. Diese spezialität aus nordafrika verzichtet bewusst auf milch und wird nur auf einer seite gebraten, was ihr eine einzigartige textur und porosität verleiht. Die charakteristischen löcher entstehen während des backens und verwandeln jeden bissen in ein schwammartiges erlebnis, das sirup und honig perfekt aufnimmt. Diese traditionelle zubereitungsart erobert zunehmend europäische küchen und begeistert durch ihre einfachheit sowie ihr spektakuläres aussehen.

[svg_clock]

15

[svg_flame]

20

[svg_fork]

facile

[svg_piggy-bank]

Zutaten

- Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung des teiges

Geben sie den hartweizengrieß und das weizenmehl in eine große rührschüssel. Der hartweizengrieß ist ein grob gemahlenes produkt aus hartweizen, das dem teig seine besondere struktur verleiht. Fügen sie die trockenhefe, den zucker und die prise salz hinzu. Mischen sie alle trockenen zutaten gründlich mit einem löffel oder schneebesen, damit sich die hefe gleichmäßig verteilt. Dieser schritt ist wichtig, damit später alle löcher gleichmäßig entstehen können.

2. flüssigkeit einarbeiten

Gießen sie das lauwarme wasser nach und nach zu den trockenen zutaten. Das wasser sollte handwarm sein, etwa 37 grad celsius, damit die hefe optimal arbeiten kann. Verwenden sie einen mixer oder einen schneebesen und rühren sie kräftig, bis ein glatter, flüssiger teig entsteht. Die konsistenz sollte etwas dünner sein als bei klassischen pfannkuchen, etwa wie flüssige sahne. Rühren sie mindestens drei bis vier minuten, damit sich keine klümpchen bilden und der teig richtig glatt wird.

3. erste ruhezeit

Decken sie die schüssel mit einem sauberen küchenhandtuch ab und lassen sie den teig an einem warmen ort etwa zehn minuten ruhen. In dieser zeit beginnt die hefe zu arbeiten und der teig fängt an zu gären. Sie werden kleine bläschen an der oberfläche bemerken, was ein gutes zeichen ist. Diese gärung ist der erste schritt zur bildung der charakteristischen löcher.

4. backpulver hinzufügen

Nach der ersten ruhezeit lösen sie das backpulver in zwei esslöffeln lauwarmem wasser auf und rühren es vorsichtig unter den teig. Das backpulver verstärkt die porosität und sorgt dafür, dass noch mehr löcher entstehen. Mischen sie nur kurz, damit die luftbläschen erhalten bleiben. Lassen sie den teig erneut fünf minuten ruhen.

5. pfanne vorbereiten

Erhitzen sie eine antihaftpfanne bei mittlerer hitze. Wichtig ist, dass sie kein öl oder butter verwenden, denn baghrir werden trocken gebraten. Die pfanne sollte gleichmäßig warm sein, aber nicht zu heiß. Testen sie die temperatur, indem sie einen tropfen wasser in die pfanne geben: er sollte sanft verdampfen, nicht zischen oder sofort verschwinden.

6. pfannkuchen backen

Gießen sie mit einer schöpfkelle eine portion teig in die mitte der pfanne. Der teig verteilt sich von selbst zu einem runden pfannkuchen mit etwa zwölf zentimetern durchmesser. Lassen sie den pfannkuchen nur auf einer seite backen. Nach etwa zwei minuten werden sie beobachten, wie sich an der oberfläche hunderte kleine löcher bilden. Die oberseite bleibt roh und matt, während die unterseite goldbraun wird. Wenn die oberfläche nicht mehr feucht aussieht und alle löcher geöffnet sind, ist der pfannkuchen fertig. Wenden sie ihn nicht.

7. warmhalten und stapeln

Nehmen sie den fertigen pfannkuchen aus der pfanne und legen sie ihn auf einen teller. Decken sie ihn mit einem küchenhandtuch ab, damit er warm und weich bleibt. Wiederholen sie den vorgang mit dem restlichen teig. Sie können die pfannkuchen übereinander stapeln, die gelochte seite sollte nach oben zeigen. Aus dieser teigmenge entstehen etwa zwölf bis fünfzehn pfannkuchen.

8. servieren

Servieren sie die baghrir warm. Die traditionelle art ist, sie mit geschmolzener butter oder honig zu beträufeln, die durch die löcher in den pfannkuchen einziehen. Sie können auch ahornsirup, dattelsirup oder eine mischung aus butter und honig verwenden. Die löcher funktionieren wie kleine kanäle, die den sirup aufnehmen und jeden bissen saftig und aromatisch machen.

[powerai_authorphoto]

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr teig zu dick ist und sich keine löcher bilden, fügen sie etwas mehr wasser hinzu. Die richtige konsistenz ist entscheidend für das gelingen der löcher. Der teig sollte leicht vom löffel fließen. Außerdem können sie den teig am vortag vorbereiten und im kühlschrank aufbewahren. Lassen sie ihn vor dem backen etwa dreißig minuten bei raumtemperatur stehen und rühren sie ihn noch einmal durch.

getränkeempfehlung

Zu diesen süßen pfannkuchen passt hervorragend ein aromatischer pfefferminztee, wie er in nordafrika traditionell serviert wird. Der frische, leicht süße tee bildet einen schönen kontrast zur honigsüße der baghrir. Alternativ können sie einen starken schwarzen kaffee oder einen gewürzten chai-tee reichen. Für kinder eignet sich ein glas frisch gepresster orangensaft oder eine heiße schokolade.

Zusätzliche Info

Baghrir stammen ursprünglich aus marokko und algerien, wo sie zum frühstück oder als snack am nachmittag gegessen werden. Der name bedeutet in der berbersprache so viel wie durchlöchert oder porös. Die besonderheit dieser pfannkuchen liegt in ihrer einzigartigen textur, die durch die kombination von hartweizengrieß, hefe und der speziellen backtechnik entsteht. Anders als europäische pfannkuchen, die auf beiden seiten gebraten werden, bleibt bei baghrir eine seite roh und schwammartig. Diese poröse struktur macht sie perfekt zum aufsaugen von sirup und butter. In nordafrika werden sie oft zu besonderen anlässen serviert, sind aber auch ein beliebtes alltagsgericht. Die tradition, sie ohne milch zuzubereiten, macht sie für menschen mit laktoseintoleranz besonders geeignet.

Drucken

Teilen