Nur 5 Minuten: Dieser Joghurtkuchen-Trick macht ihn fluffig wie Wolken

Geschrieben von Barbara· 8 Min. Lesezeit
Nur 5 Minuten: Dieser Joghurtkuchen-Trick macht ihn fluffig wie Wolken
Nur 5 Minuten: Dieser Joghurtkuchen-Trick macht ihn fluffig wie Wolken

In nur fünf Minuten Vorbereitungszeit entsteht ein Joghurtkuchen, der durch einen simplen Trick so luftig wird wie Wolkenwatte. Die Geheimwaffe liegt in der richtigen Technik beim Mischen der Zutaten und der Verwendung von Naturjoghurt, der dem Teig eine besondere Struktur verleiht. Dieser Kuchen erobert derzeit die sozialen Netzwerke und Backstuben, weil er ohne komplizierte Arbeitsschritte auskommt. Selbst Backanfänger erzielen damit professionelle Ergebnisse. Die Methode basiert auf dem Prinzip, Luft optimal in den Teig einzuarbeiten, ohne dabei aufwendige Geräte zu benötigen. Das Ergebnis überzeugt durch eine zarte Krume und einen unvergleichlich soften Biss.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Form und des Ofens

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform von etwa 25 Zentimetern Länge gründlich mit etwas Öl einfetten und mit Mehl bestäuben. Dadurch löst sich der Kuchen später problemlos aus der Form. Alternativ kann man auch Backpapier verwenden, das den Boden und die Seitenwände bedeckt. Diese Vorbereitung ist wichtig, damit der luftige Teig nicht an den Wänden kleben bleibt.

2. Trennung der Eier

Die drei Eier sehr sorgfältig trennen. Das Eigelb kommt in eine große Rührschüssel, das Eiweiß in eine separate, absolut fettfreie Schüssel. Dieser Schritt ist entscheidend für die Wolkenstruktur. Auch nur ein winziger Tropfen Eigelb im Eiweiß verhindert das spätere Aufschlagen. Die Schüssel für das Eiweiß sollte trocken und sauber sein.

3. Zubereitung der Eigelbmasse

Zum Eigelb den Zucker, den Vanillezucker und eine Prise Salz hinzufügen. Mit dem Schneebesen oder Handmixer etwa zwei Minuten lang schaumig schlagen, bis die Masse heller wird und leicht aufschäumt. Dann den Naturjoghurt und das Sonnenblumenöl unterrühren. Die Mischung sollte glatt und gleichmäßig sein. Der Joghurt bringt Feuchtigkeit und Säure in den Teig, was ihn besonders zart macht.

4. Einarbeiten der trockenen Zutaten

Das Mehl zusammen mit dem Backpulver in ein Sieb geben und über die Joghurt-Eigelb-Mischung sieben. Durch das Sieben wird das Mehl mit Luft angereichert und Klümpchen werden vermieden. Mit einem Teigschaber vorsichtig von unten nach oben unterheben. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh. Die Masse sollte gerade eben vermischt sein.

5. Aufschlagen des Eiweißes

Jetzt kommt der entscheidende Trick für die Wolkenstruktur. Das Eiweiß mit dem Handmixer auf höchster Stufe zu steifem Schnee schlagen. Dies dauert etwa drei bis vier Minuten. Der Eischnee ist perfekt, wenn er glänzt und beim Umdrehen der Schüssel nicht mehr herausfällt. Steife Spitzen sollten stehen bleiben. Dieser Eischnee ist das Geheimnis für die luftige Konsistenz.

6. Vorsichtiges Unterheben des Eischnees

Den Eischnee in drei Portionen zum Teig geben. Die erste Portion etwas großzügiger unterrühren, um den Teig geschmeidiger zu machen. Die zweite und dritte Portion dann sehr behutsam mit einem Teigschaber von unten nach oben heben, damit die eingeschlagene Luft nicht entweicht. Niemals mit dem Mixer arbeiten, sonst fällt der Eischnee zusammen. Diese sanfte Bewegung ist der Schlüssel zum Erfolg.

7. Einfüllen in die Form

Den fertigen Teig in die vorbereitete Kastenform gießen. Die Oberfläche mit dem Teigschaber glattstreichen. Einmal leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit große Luftblasen entweichen können. Der Teig sollte die Form etwa zu zwei Dritteln füllen, da er noch aufgeht.

8. Backen des Kuchens

Die Form auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Bei 180 Grad etwa 35 Minuten backen. Nach 20 Minuten kann man die Oberfläche mit Alufolie abdecken, falls sie zu dunkel wird. Die Stäbchenprobe zeigt, ob der Kuchen fertig ist. Ein Holzstäbchen in die Mitte stechen, es sollte sauber herauskommen. Während des Backens die Ofentür nicht öffnen, sonst fällt der Kuchen zusammen.

9. Auskühlen und Servieren

Den fertigen Kuchen etwa zehn Minuten in der Form ruhen lassen. Dann vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen lassen. Erst wenn er komplett erkaltet ist, mit Puderzucker bestäuben. Der Kuchen bleibt durch den Joghurt mehrere Tage saftig und frisch.

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Tipp vom Chefkoch

Der wichtigste Trick liegt im Eischnee. Er muss wirklich steif sein und darf beim Unterheben nicht zu stark gerührt werden. Wer möchte, kann dem Teig noch Zitronenschale oder einen Esslöffel Zitronensaft hinzufügen, das harmoniert wunderbar mit dem Joghurt. Die Form sollte nicht zu klein sein, damit der Teig genug Platz zum Aufgehen hat. Reste lassen sich einfrieren und schmecken aufgetaut fast wie frisch gebacken.

Passende Getränke zum Joghurtkuchen

Zu diesem luftigen Joghurtkuchen passt hervorragend ein frisch aufgebrühter Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Wer es fruchtiger mag, serviert einen Früchtetee mit Zitrusfrüchten oder einen Pfefferminztee. Für Kinder eignet sich ein Glas kalte Milch oder ein Kakao. An warmen Tagen schmeckt dazu auch eine Zitronenlimonade erfrischend. Die Neutralität des Joghurtkuchens erlaubt viele Kombinationen.

Zusätzliche Info

Der Joghurtkuchen hat seine Wurzeln in der türkischen Backkultur, wo Joghurt seit Jahrhunderten in süßen und herzhaften Speisen verwendet wird. In Deutschland wurde er besonders in den letzten Jahren populär, als immer mehr Menschen nach einfachen, gelingsicheren Rezepten suchten. Die Kombination aus Joghurt und Eischnee ist keine neue Erfindung, aber die Fünf-Minuten-Methode macht das Rezept besonders alltagstauglich. Der Kuchen enthält weniger Fett als klassische Rührkuchen, da ein Teil durch Joghurt ersetzt wird. Dadurch ist er leichter verdaulich und trotzdem saftig. In vielen Familien wird dieses Rezept von Generation zu Generation weitergegeben und individuell abgewandelt.

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