Rahmgulasch: perfekt für Liebhaber cremiger Soßen
Aktualisiert am 25. April 2026
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Das Rahmgulasch zählt zu den beliebtesten Schmorgerichten der mitteleuropäischen Küche und begeistert durch seine samtig-cremige Konsistenz. Diese Variante des klassischen Gulaschs unterscheidet sich durch die Zugabe von Sahne, die der Sauce eine besonders zarte und vollmundige Note verleiht. Während das traditionelle ungarische Gulasch eher als kräftige Suppe oder Eintopf daherkommt, präsentiert sich das Rahmgulasch als elegantes Schmorgericht mit einer Sauce, die förmlich auf der Zunge zergeht. Die Kombination aus zartem Rindfleisch, aromatischen Zwiebeln und der charakteristischen Paprika-Sahne-Sauce macht dieses Gericht zu einem wahren Genuss für alle, die cremige Saucen lieben. Perfekt für gemütliche Abendessen mit der Familie oder wenn Gäste etwas Besonderes erwarten.
25
90
mittel
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung der zutaten
Das Rindfleisch in gleichmäßige Würfel von etwa 3 bis 4 Zentimeter Größe schneiden. Diese Größe ist wichtig, damit das Fleisch während der langen Garzeit schön zart wird, ohne zu zerfallen. Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Je feiner die Zwiebeln geschnitten sind, desto besser lösen sie sich später in der Sauce auf und verleihen ihr eine wunderbare Cremigkeit.
2.
Den Bratentopf auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen und das Öl hinzugeben. Das Fleisch portionsweise anbraten, dabei darauf achten, dass die Würfel nicht zu eng im Topf liegen. Dieser Schritt ist entscheidend für den Geschmack, denn die Maillard-Reaktion, also die Bräunung des Fleisches, sorgt für intensive Röstaromen. Jede Portion etwa 3 bis 4 Minuten von allen Seiten bräunen, dann herausnehmen und beiseite stellen.
3.
Im selben Topf die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Dabei die Bratensätze vom Boden lösen, denn hier steckt viel Geschmack. Die Zwiebeln etwa 5 Minuten sanft schwitzen lassen, bis sie weich und leicht golden sind. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird die Sauce bitter.
4.
Das Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und etwa 1 Minute mitrösten. Dann den Herd kurz ausschalten oder auf niedrigste Stufe stellen und das Paprikapulver einrühren. Dieser Schritt ist wichtig: Paprika darf nicht zu heiß werden, sonst wird er bitter. Das Pulver nur etwa 30 Sekunden in den Zwiebeln schwenken, damit es sein volles Aroma entfalten kann.
5.
Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben und mit der Rinderbrühe ablöschen. Kümmel, Majoran und Lorbeerblätter hinzufügen. Alles gut umrühren und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen und das Gulasch bei schwacher Hitze etwa 75 bis 90 Minuten schmoren lassen. Das Fleisch sollte butterzart werden. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, falls die Flüssigkeit zu stark reduziert.
6.
Wenn das Fleisch weich ist, in einer kleinen Schüssel das Mehl mit etwas kaltem Wasser zu einer glatten Paste verrühren. Diese Mehlschwitze langsam unter Rühren in das Gulasch einrühren, um Klümpchen zu vermeiden. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, damit die Sauce andickt und der Mehlgeschmack verkocht.
7.
Die Sahne und die saure Sahne unterrühren und das Gulasch nur noch erwärmen, nicht mehr kochen lassen. Durch zu starkes Erhitzen könnte die Sahne ausflocken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Lorbeerblätter entfernen. Die Sauce sollte nun eine wunderbar cremige Konsistenz haben und das Fleisch zart umschmeicheln.
Tipp vom Chefkoch
Ein Geheimtipp für noch mehr Geschmackstiefe: einen halben Teelöffel geräucherten Paprika hinzufügen. Das verleiht dem Rahmgulasch eine leicht rauchige Note, die hervorragend zur Cremigkeit passt. Wer es gerne etwas säuerlicher mag, kann einen Spritzer Rotweinessig kurz vor dem Servieren hinzufügen. Das hebt die Aromen und sorgt für eine schöne Balance zwischen cremig und frisch. Das Gulasch schmeckt übrigens am nächsten Tag noch besser, wenn die Aromen richtig durchgezogen sind.
weinbegleitung zum rahmgulasch
Zum cremigen Rahmgulasch passt hervorragend ein mittelkräftiger Rotwein mit samtiger Struktur. Ein Zweigelt aus Österreich harmoniert perfekt mit der Paprika-Sahne-Sauce und unterstreicht die würzigen Noten. Alternativ bietet sich ein Blaufränkisch an, dessen fruchtige Säure die Cremigkeit der Sauce ausbalanciert. Für Weißweinliebhaber empfiehlt sich ein kräftiger Grauburgunder, der genug Körper mitbringt, um mit dem intensiven Gericht mitzuhalten. Wer es lieber alkoholfrei mag, greift zu einem dunklen Malzbier, dessen malzige Süße wunderbar mit den Röstaromen des Fleisches korrespondiert.
Zusätzliche Info
Das Rahmgulasch entwickelte sich als österreichische Abwandlung des ursprünglich ungarischen Gulaschs. Während die Ungarn ihr Gulasch traditionell als kräftige Suppe mit viel Paprika und ohne Sahne zubereiten, entstand in der österreichischen Küche im 19. Jahrhundert die Variante mit Rahm. Die Wiener Küche, bekannt für ihre Vorliebe für cremige Saucen und verfeinerte Gerichte, adaptierte das rustikale Hirtenessen und machte daraus ein elegantes Schmorgericht. Heute ist das Rahmgulasch ein fester Bestandteil der österreichischen und süddeutschen Küche. Besonders in Bayern und Österreich wird es gerne in Gasthäusern serviert. Die Verwendung von Paprika, dem Nationalgewürz Ungarns, verbindet beide kulinarische Traditionen und macht das Gericht zu einer gelungenen Symbiose aus rustikaler Bodenständigkeit und raffinierter Verfeinerung.
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