Rhabarber-Kuchen: Das einfache Blech-Rezept, das jede Kaffeetafel im April rettet

Geschrieben von Annika· 4 Min. Lesezeit

Der April bringt nicht nur wärmere Tage, sondern auch die ersten frischen Rhabarberstangen auf den Markt. Dieser säuerlich-frische Frühlingsbote verwandelt sich in diesem einfachen Blechkuchen in eine unkomplizierte Rettung für jede spontane Kaffeetafel. Während draußen die Natur erwacht, duftet es in der Küche nach Butter, Vanille und dem charakteristischen Aroma von gebackenem Rhabarber. Das Besondere an diesem Rezept: es gelingt garantiert, benötigt keine ausgefallenen Zutaten und lässt sich problemlos für eine größere Runde vorbereiten. Der lockere Rührteig bildet die perfekte Grundlage für die säuerlichen Rhabarberstücke, die beim Backen ihre Säfte abgeben und mit dem süßen Teig harmonieren. Auch Backanfänger können hier bedenkenlos zugreifen, denn die Zubereitung ist so unkompliziert wie wirkungsvoll. In weniger als einer Stunde steht ein Kuchen bereit, der Gäste beeindruckt und gleichzeitig die Seele wärmt.

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Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. Den Backofen vorbereiten

Heizt den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Das Vorheizen ist wichtig, damit der Kuchen von Anfang an die richtige Temperatur bekommt und schön aufgeht. Legt ein Backblech mit Backpapier aus, sodass der Teig später nicht festklebt. Das Backpapier sollte auch die Ränder bedecken.

2. Den Rhabarber vorbereiten

Wascht die Rhabarberstangen gründlich unter kaltem Wasser. Mit einem Sparschäler ein Küchengerät zum Schälen von Gemüse und Obst entfernt ihr die äußere Haut, besonders bei dickeren Stangen ist dies wichtig. Schneidet den Rhabarber in etwa zwei Zentimeter lange Stücke. Die gleichmäßige Größe sorgt dafür, dass alle Stücke gleichzeitig gar werden.

3. Den Teig anrühren

Gebt die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker in eine große Rührschüssel. Mit dem Handrührgerät schlagt ihr die Mischung etwa drei Minuten lang schaumig. Die Masse sollte hell und luftig werden. Fügt nun nacheinander die Eier hinzu und rührt nach jedem Ei gut durch, bis es vollständig eingearbeitet ist. Diese Technik nennt man Aufschlagen und sorgt für einen lockeren Teig.

4. Mehl und Milch einarbeiten

Vermischt in einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz. Gebt nun abwechselnd etwas von der Mehlmischung und etwas Milch zur Butter-Ei-Masse. Beginnt und endet mit dem Mehl. Rührt nur so lange, bis sich alles verbunden hat, denn zu langes Rühren macht den Teig zäh. Der Teig sollte eine geschmeidige, streichfähige Konsistenz haben.

5. Den Teig auf dem Blech verteilen

Streicht den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech aus. Nutzt dafür einen Teigschaber oder einen Löffel. Die Schicht sollte etwa einen halben Zentimeter dick sein. Achtet darauf, dass der Teig bis in die Ecken reicht, damit der Kuchen gleichmäßig wird.

6. Den Rhabarber auflegen

Verteilt die Rhabarberstücke gleichmäßig auf dem Teig. Drückt sie leicht an, aber nicht zu fest, sodass sie noch etwas aus dem Teig herausragen. Die Rhabarberstücke geben beim Backen Saft ab, der teilweise in den Teig einzieht und ihm ein wunderbar fruchtiges Aroma verleiht.

7. Backen und abkühlen lassen

Schiebt das Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Backt den Kuchen etwa 40 Minuten, bis der Teig goldbraun ist und sich fest anfühlt. Macht die Stäbchenprobe: stecht mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Lasst ihn auf dem Blech vollständig auskühlen.

8. Servieren

Bestäubt den abgekühlten Kuchen mit Puderzucker. Schneidet ihn in gleichmäßige Stücke. Der Kuchen schmeckt leicht warm besonders gut, aber auch am nächsten Tag ist er noch saftig und aromatisch.

Tipp vom Chefkoch

Wenn euer Rhabarber besonders sauer ist, könnt ihr die Stücke vor dem Auflegen mit ein bis zwei Esslöffeln Zucker bestreuen. Dies mildert die Säure etwas ab. Alternativ könnt ihr auch Erdbeeren unter den Rhabarber mischen, die Kombination ist klassisch und bringt zusätzliche Süße. Der Kuchen lässt sich hervorragend am Vortag backen und hält sich in einer Kuchenbox etwa drei Tage frisch. Wer möchte, kann auch gehobelte Mandeln über den Teig streuen, bevor der Rhabarber aufgelegt wird. Dies gibt eine knusprige Textur und nussiges Aroma.

Passende Getränke zum Rhabarberkuchen

Zum säuerlich-frischen Rhabarberkuchen passt am besten ein milder Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Auch ein Holunderblütensirup mit Mineralwasser ergibt eine erfrischende Begleitung, die die Frühlingsnoten des Kuchens unterstreicht. Für Kinder bietet sich ein leichter Apfelsaft oder eine heiße Schokolade an. Wer es gerne herb mag, kann auch einen grünen Tee servieren, dessen feine Bitternoten mit der Säure des Rhabarbers harmonieren.

Zusätzliche Info

Rhabarber ist botanisch gesehen ein Gemüse, wird aber in der Küche wie Obst verwendet. Die Saison beginnt im April und endet traditionell am Johannistag, dem 24. Juni. Danach steigt der Oxalsäuregehalt in den Stangen stark an. Rhabarber stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebiet und wurde bereits vor Jahrtausenden in China als Heilpflanze genutzt. Nach Europa kam er erst im 18. Jahrhundert. Die charakteristische rote Farbe verdankt der Rhabarber den Anthocyanen, natürlichen Pflanzenfarbstoffen. Grüne Sorten sind meist milder im Geschmack als rote. In Deutschland wird Rhabarber vor allem in Hausgärten angebaut, da er pflegeleicht ist und jedes Jahr neu austreibt. Der Blechkuchen ist eine typisch deutsche Zubereitungsart, die sich für Familienfeiern und Kaffeekränzchen etabliert hat.

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