Schneller Quarkkuchen mit 500 g Quark: dieser Kuchenklassiker gelingt wirklich immer

Geschrieben von Annika· 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert am vor 5 Stunden

Der schnelle Quarkkuchen mit 500 g Quark gehört zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Backkunst. Diese unkomplizierte Köstlichkeit überzeugt durch ihre Gelingsicherheit und benötigt weder aufwendige Zubereitungsschritte noch exotische Zutaten. Mit seinem cremigen Inneren und dem goldenen Boden erobert dieser Kuchen seit Generationen die Herzen von Backfans. Die Kombination aus frischem Quark, Eiern und einer dezenten Süße macht ihn zum perfekten Begleiter für Kaffeekränzchen oder gemütliche Nachmittage. Besonders praktisch erweist sich die Tatsache, dass dieser Kuchen auch Anfängern problemlos gelingt und sich hervorragend vorbereiten lässt.

20

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facile

Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Backform

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser gründlich mit weicher Butter einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Dieser Schritt verhindert, dass der Kuchen später am Boden kleben bleibt. Die Butter sollte zimmerwarm sein, damit sie sich gleichmäßig verteilen lässt.

2. Trennung der Eier

Die drei Eier vorsichtig trennen. Das Eigelb in eine große Rührschüssel geben, das Eiweiß in eine separate, absolut fettfreie Schüssel. Achte darauf, dass kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, sonst lässt sich der Eischnee später nicht steif schlagen. Eischnee bezeichnet die schaumige Masse, die entsteht, wenn Eiweiß mit Luft aufgeschlagen wird.

3. Zubereitung der Quarkmasse

Zum Eigelb 100 g Zucker, beide Päckchen Vanillezucker und die weiche Butter hinzufügen. Mit dem Handrührgerät etwa 3 Minuten schaumig schlagen, bis die Masse hell und cremig wird. Anschließend den Quark unterrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Den Zitronensaft hinzufügen, er verleiht dem Kuchen eine frische Note und hebt den Geschmack des Quarks hervor.

4. Einarbeiten der trockenen Zutaten

Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen. Diese Mischung nach und nach zur Quarkmasse sieben und vorsichtig unterrühren. Das Sieben sorgt dafür, dass keine Klümpchen entstehen und der Teig schön luftig wird. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen später zäh.

5. Eischnee herstellen

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Sobald der Eischnee beginnt fest zu werden, die restlichen 20 g Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis glänzende, feste Spitzen entstehen. Der Eischnee ist perfekt, wenn er beim Umdrehen der Schüssel nicht herausfällt. Diese Luftigkeit macht den Kuchen besonders locker.

6. Verbinden von Quarkmasse und Eischnee

Den Eischnee in drei Portionen vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Dabei einen Teigschaber verwenden und mit sanften Bewegungen von unten nach oben arbeiten. Nicht rühren, sondern wirklich nur heben, damit die eingearbeitete Luft erhalten bleibt. Diese Technik entscheidet über die Konsistenz des fertigen Kuchens.

7. Backen des Kuchens

Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche glattstreichen. Die Form auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben. Bei 180 Grad etwa 50 Minuten backen. Nach 40 Minuten mit einem Holzstäbchen die Garprobe machen. Bleibt kein Teig am Stäbchen haften, ist der Kuchen fertig. Die Oberfläche sollte goldbraun sein.

8. Abkühlen lassen

Den Kuchen nach dem Backen im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür etwa 10 Minuten ruhen lassen. Dann aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Dieser Schritt verhindert, dass der Kuchen in der Mitte zusammenfällt. Erst nach dem Erkalten aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte setzen.

Tipp vom Chefkoch

Für eine besonders cremige Konsistenz sollte der Quark Zimmertemperatur haben. Kalter Quark aus dem Kühlschrank lässt sich schwerer verarbeiten und kann die Butter wieder fest werden lassen. Wer möchte, kann dem Teig noch 50 g Rosinen oder Schokoladenstückchen hinzufügen. Eine Variante mit Mandarinen aus der Dose ist ebenfalls sehr beliebt: einfach die abgetropften Früchte vorsichtig unter den fertigen Teig heben. Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da er dann richtig durchgezogen ist. Im Kühlschrank hält er sich gut verpackt etwa 4 Tage. Zum Servieren kann man ihn mit Puderzucker bestäuben oder mit frischen Beeren garnieren.

Passende Getränke zum Quarkkuchen

Zum klassischen Quarkkuchen passt hervorragend frisch gebrühter Filterkaffee oder ein milder Cappuccino. Die Bitternote des Kaffees harmoniert wunderbar mit der Süße und Cremigkeit des Kuchens. Für Teeliebhaber eignet sich ein Schwarztee wie Earl Grey oder ein fruchtiger Früchtetee besonders gut. Kinder freuen sich über ein Glas kalte Milch oder einen Kakao. An warmen Tagen ist auch ein Glas Eiskaffee eine erfrischende Begleitung. Wer es edler mag, kann einen süßen Dessertwein wie Moscato d’Asti reichen, dessen prickelnde Süße den Quarkgeschmack unterstreicht.

Zusätzliche Info

Der Quarkkuchen hat seine Wurzeln in der traditionellen deutschen Hausmannskost und wurde bereits von unseren Großmüttern gebacken. Quark als Hauptzutat war schon immer günstig und in jedem Haushalt vorrätig, was diesen Kuchen zu einem beliebten Alltagsgebäck machte. In verschiedenen Regionen Deutschlands gibt es unterschiedliche Varianten: manche bevorzugen einen Mürbeteigboden, andere backen den Kuchen komplett ohne Boden. Die hier vorgestellte Variante ohne separaten Boden ist besonders unkompliziert und schnell zubereitet. Quarkkuchen wird auch als Käsekuchen bezeichnet, obwohl er im Gegensatz zur amerikanischen Variante mit Frischkäse deutlich leichter ausfällt. Die Verwendung von Speisestärke macht den Kuchen besonders saftig und verhindert, dass er zu trocken wird.

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