Tim Raue kocht Lasagne di Pane Carasau auf Sardinien: das Kitchen-Impossible-Rezept nachgekocht
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Die sardische Küche birgt kulinarische Schätze, die selbst erfahrene Köche herausfordern. Tim Raue stellte sich in der Sendung Kitchen Impossible dieser Herausforderung und kreierte eine außergewöhnliche Interpretation der Lasagne di Pane Carasau. Dieses traditionelle Gericht aus Sardinien ersetzt klassische Nudelplatten durch das knusprige Pane Carasau, ein hauchdünnes Fladenbrot, das seit Jahrhunderten von sardischen Hirten geschätzt wird. Die Kombination aus mediterranen Aromen, reichhaltiger Tomatensauce und cremigem Pecorino macht diese Lasagne zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Mit dieser detaillierten Anleitung gelingt auch Ihnen die Nachkochversion dieses beeindruckenden Gerichts.
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mittel
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Tomatensauce
Beginnen Sie mit der aromatischen Basis dieses Gerichts. Schälen Sie die Knoblauchzehen und schneiden Sie diese in feine Scheiben. Erhitzen Sie 4 Esslöffel Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Geben Sie den Knoblauch hinzu und braten Sie ihn goldgelb an, ohne ihn zu verbrennen. Dies dauert etwa 2 Minuten und verleiht der Sauce ihre charakteristische Note. Fügen Sie nun die Tomatenpassata hinzu und rühren Sie gut um. Würzen Sie mit Salz, schwarzem Pfeffer, Oregano und Chiliflocken. Die Chiliflocken bringen eine dezente Schärfe, die typisch für die sardische Küche ist. Lassen Sie die Sauce bei niedriger Hitze 15 Minuten köcheln, damit sich die Aromen vollständig entfalten können. Rühren Sie gelegentlich um, damit nichts am Boden ansetzt.
2. Zubereitung der Ricotta-Mischung
Während die Tomatensauce köchelt, widmen Sie sich der cremigen Füllung. Geben Sie den Ricotta in eine Schüssel und lockern Sie ihn mit einer Gabel auf. Fügen Sie 50 Gramm geriebenen Pecorino hinzu und vermischen Sie beides gründlich. Würzen Sie mit einer Prise Salz und frisch gemahlenem Pfeffer. Die Konsistenz sollte cremig, aber nicht zu flüssig sein. Falls die Mischung zu fest erscheint, können Sie einen Esslöffel Olivenöl unterrühren. Hacken Sie die getrockneten Tomaten grob und heben Sie diese unter die Ricotta-Mischung. Sie bringen zusätzliche Geschmackstiefe und eine angenehme Textur.
3. Rösten der Pinienkerne
Erhitzen Sie eine kleine Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze. Geben Sie die Pinienkerne hinein und rösten Sie diese unter ständigem Rühren etwa 3 Minuten, bis sie goldbraun duften. Achtung, dieser Vorgang geht sehr schnell und die Kerne können leicht verbrennen. Nehmen Sie die Pfanne sofort vom Herd, sobald die Pinienkerne Farbe angenommen haben. Lassen Sie sie auf einem Teller abkühlen. Dieser Schritt ist wichtig, denn geröstete Pinienkerne entwickeln ein nussiges Aroma, das perfekt mit dem Pecorino harmoniert.
4. Vorbereitung des Pane Carasau
Das Pane Carasau ist extrem trocken und knusprig, daher muss es vor dem Schichten eingeweicht werden. Erwärmen Sie die Gemüsebrühe in einem flachen Teller oder einer breiten Schüssel. Tauchen Sie jedes Brotblatt für etwa 5 Sekunden in die warme Brühe. Das Brot sollte weich werden, aber nicht zerfallen. Dieser Vorgang erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Legen Sie die eingeweichten Blätter auf ein sauberes Küchentuch, damit überschüssige Flüssigkeit abtropfen kann. Arbeiten Sie zügig, damit das Brot nicht zu stark aufweicht.
5. Schichtung der Lasagne
Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Celsius vor. Fetten Sie die Auflaufform leicht mit Olivenöl ein. Verteilen Sie eine dünne Schicht Tomatensauce auf dem Boden der Form. Legen Sie darauf eine erste Lage eingeweichtes Pane Carasau. Die Blätter dürfen sich leicht überlappen. Verteilen Sie darauf etwa ein Drittel der restlichen Tomatensauce. Geben Sie mit einem Löffel kleine Kleckse der Ricotta-Mischung darauf. Streuen Sie großzügig geriebenen Pecorino und einige Pinienkerne darüber. Wiederholen Sie diesen Vorgang zweimal, sodass Sie insgesamt drei Schichten erhalten. Die oberste Schicht sollte mit Tomatensauce, Pecorino und den restlichen Pinienkernen abschließen. Träufeln Sie zum Schluss etwas Olivenöl über die gesamte Oberfläche.
6. Backen der Lasagne
Decken Sie die Auflaufform mit Alufolie ab und stellen Sie sie in den vorgeheizten Ofen. Backen Sie die Lasagne 20 Minuten lang. Die Alufolie verhindert, dass die Oberfläche zu schnell bräunt. Entfernen Sie dann die Folie und backen Sie weitere 15 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun und leicht knusprig ist. Der Käse sollte geschmolzen sein und an einigen Stellen kleine braune Stellen bilden. Nehmen Sie die Form aus dem Ofen und lassen Sie die Lasagne etwa 10 Minuten ruhen. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich die Schichten setzen und die Lasagne beim Servieren nicht auseinanderfällt.
7. Finalisierung und Anrichten
Schneiden Sie die Lasagne mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Portionen. Heben Sie jedes Stück vorsichtig mit einem Pfannenwender heraus, damit die Schichten intakt bleiben. Garnieren Sie jede Portion mit frisch gerösteten Pinienkernen und einem Hauch getrockneten Basilikums. Ein Spritzer hochwertiges Olivenöl verleiht dem Gericht den letzten Schliff. Die Lasagne sollte dampfend heiß serviert werden, damit die verschiedenen Texturen und Aromen optimal zur Geltung kommen.
Tipp vom Chefkoch
Das Pane Carasau darf nur sehr kurz in die Brühe getaucht werden. Wenn es zu lange einweicht, wird es matschig und verliert seine charakteristische Textur. Testen Sie am besten mit einem ersten Blatt die optimale Einweichzeit.
Verwenden Sie unbedingt sardischen Pecorino, denn dieser hat einen intensiveren, würzigeren Geschmack als andere Schafskäsesorten. Er ist das Herzstück dieses authentischen Rezepts.
Lassen Sie die Lasagne nach dem Backen wirklich ruhen. Diese Wartezeit mag schwerfallen, aber sie ist entscheidend für die perfekte Konsistenz beim Servieren.
Weinempfehlung für die sardische Lasagne
Zu dieser reichhaltigen Lasagne empfiehlt sich ein Cannonau di Sardegna, der bekannteste Rotwein Sardiniens. Dieser kraftvolle Wein aus der Grenache-Traube besticht durch Aromen von reifen roten Früchten, Kräutern und einer leichten Würze, die perfekt mit dem Pecorino und der Tomatensauce harmoniert. Alternativ passt auch ein Vermentino di Sardegna als Weißwein hervorragend, besonders wenn Sie eine frischere Begleitung bevorzugen. Seine mineralischen Noten und die lebendige Säure bilden einen schönen Kontrast zur cremigen Ricotta-Füllung. Servieren Sie den Rotwein bei 16-18 Grad Celsius, den Weißwein gut gekühlt bei 10-12 Grad Celsius.
Zusätzliche Info
Die Lasagne di Pane Carasau ist ein perfektes Beispiel für die sardische Küche, die aus einfachen, aber hochwertigen Zutaten außergewöhnliche Gerichte kreiert. Das Pane Carasau, auch carta da musica (Notenpapier) genannt, verdankt seinen Namen der papierdünnen Konsistenz und dem knisternden Geräusch beim Brechen. Traditionell wurde dieses Brot von Hirten auf ihren langen Wanderungen mitgenommen, da es monatelang haltbar blieb. Die Verwendung als Lasagne-Basis ist eine moderne Interpretation, die die alte Tradition mit zeitgenössischer Kreativität verbindet. Tim Raues Version in Kitchen Impossible machte dieses Gericht auch außerhalb Sardiniens bekannt und zeigte, wie vielseitig die mediterrane Küche sein kann.
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