Walnuss-Ciabatta zur Suppe: Dattelcreme verleiht dem Brot die perfekte Süße

Geschrieben von Barbara· 9 Min. Lesezeit
Walnuss-Ciabatta zur Suppe: Dattelcreme verleiht dem Brot die perfekte Süße
Walnuss-Ciabatta zur Suppe: Dattelcreme verleiht dem Brot die perfekte Süße

In der kalten Jahreszeit erfreut sich eine würzige Suppe großer Beliebtheit, doch erst die passende Beilage macht das Geschmackserlebnis perfekt. Das walnuss-ciabatta mit dattelcreme vereint rustikale italienische Backkunst mit orientalischer Süße und schafft einen faszinierenden Kontrast zu herzhaften Suppen. Die knusprige Kruste des ciabattas harmoniert wunderbar mit der cremigen Süße der Datteln, während die Walnüsse eine nussige Note beisteuern. Diese besondere Kombination verwandelt eine einfache Suppenmahlzeit in ein kulinarisches Erlebnis, das Gäste beeindruckt und den Gaumen verwöhnt.

Die Zubereitung dieses außergewöhnlichen Brotes erfordert zwar etwas Geduld, belohnt aber mit einem Ergebnis, das in keiner Bäckerei zu finden ist. Die ciabatta, was auf Italienisch "Pantoffel" bedeutet, zeichnet sich durch ihre luftige Krume und die charakteristischen großen Luftblasen aus. In Verbindung mit der samtigen Dattelcreme entsteht eine Geschmackskomposition, die süß und herzhaft perfekt ausbalanciert.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung des teiges

Das mehl in die schüssel der küchenmaschine geben und eine kleine mulde in die mitte drücken. Die trockenhefe in diese mulde streuen und mit etwa 50 ml des lauwarmen wassers verrühren. Diese vorteig-methode, bei der die hefe zunächst aktiviert wird, sorgt für eine bessere triebkraft. Die mischung etwa 10 minuten ruhen lassen, bis sich kleine bläschen bilden. Dies zeigt, dass die hefe aktiv arbeitet und der teig gut aufgehen wird.

2. kneten und erste ruhezeit

Das restliche wasser, olivenöl und salz zum vorteig geben. Mit dem knethaken der küchenmaschine etwa 8 minuten auf mittlerer stufe kneten, bis ein geschmeidiger, leicht klebriger teig entsteht. Der ciabatta-teig sollte weicher sein als normaler brotteig, das ist völlig normal und gewünscht. Die walnusskerne grob hacken und in den letzten 2 minuten der knetzeit unterarbeiten. Den teig in eine leicht geölte schüssel geben, mit einem feuchten tuch abdecken und an einem warmen ort etwa 90 minuten gehen lassen, bis sich das volumen verdoppelt hat.

3. formen des ciabattas

Die arbeitsfläche großzügig mit mehl bestäuben. Den gegangenen teig vorsichtig aus der schüssel auf die bemehlte fläche gleiten lassen, ohne ihn zu stark zu bearbeiten. Mit bemehlten händen den teig sanft zu einem rechteck von etwa 30 x 20 cm formen. Die luftblasen im teig sollten dabei möglichst erhalten bleiben, denn sie sorgen für die charakteristische struktur. Das geformte ciabatta auf ein mit backpapier ausgelegtes backblech legen und nochmals 30 minuten ruhen lassen.

4. zubereitung der dattelcreme

Während das brot seine zweite ruhezeit hat, die dattelcreme vorbereiten. Die entsteinten datteln in eine schüssel geben und mit dem heißen wasser übergießen. Etwa 15 minuten einweichen lassen, damit sie weich werden. Die eingeweichten datteln mit dem einweichwasser, zimt und honig in einem standmixer oder mit dem pürierstab zu einer glatten, cremigen masse pürieren. Bei bedarf noch etwas wasser hinzufügen, bis die gewünschte streichfähige konsistenz erreicht ist. Die creme sollte samtweich sein und sich leicht verteilen lassen.

5. backen des ciabattas

Den backofen auf 220 grad ober-/unterhitze vorheizen. Falls vorhanden, einen backstein oder pizzastein mit aufheizen, da dieser für eine besonders knusprige kruste sorgt. Eine ofenfeste schale mit wasser auf den boden des ofens stellen, der entstehende dampf sorgt für die typische glänzende kruste. Das ciabatta mit etwas mehl bestäuben und mit den fingern mehrere tiefe dellen in die oberfläche drücken. Dies ist charakteristisch für ciabatta und verhindert, dass das brot zu stark aufgeht. Im vorgeheizten ofen etwa 30-35 minuten backen, bis das brot goldbraun ist und hohl klingt, wenn man auf die unterseite klopft.

6. abkühlen und servieren

Das fertige ciabatta aus dem ofen nehmen und auf einem kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Dies dauert etwa 20 minuten und ist wichtig, damit die kruste knusprig bleibt. Das abgekühlte brot in dicke scheiben schneiden und großzügig mit der vorbereiteten dattelcreme bestreichen. Die süße der datteln und die nussige note der walnüsse ergänzen herzhafte suppen perfekt und schaffen einen spannenden geschmackskontrast.

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Tipp vom Chefkoch

für eine noch intensivere walnussnote können die walnusskerne vor dem einarbeiten in den teig kurz in einer pfanne ohne fett angeröstet werden. dies verstärkt das aroma deutlich. die dattelcreme lässt sich hervorragend für mehrere tage im kühlschrank aufbewahren und schmeckt auch zu käse oder als brotaufstrich zum frühstück. wer es weniger süß mag, kann die honigmenge reduzieren oder ganz weglassen. ein kleiner trick für besonders luftiges ciabatta: den teig während der ersten gehzeit einmal vorsichtig dehnen und falten, dies stärkt das glutengerüst und sorgt für noch größere luftblasen.

weinempfehlung zum walnuss-ciabatta

Zu diesem besonderen brot mit seiner süßen dattelcreme passt hervorragend ein halbtrockener riesling aus deutschen anbaugebieten. Die fruchtige säure des weines balanciert die süße der datteln perfekt aus. Alternativ harmoniert ein gewürztraminer mit seiner würzigen note wunderbar mit den walnüssen.

Wird das ciabatta zu einer kräftigen gemüsesuppe serviert, empfiehlt sich ein grauburgunder, dessen vollmundiger charakter die verschiedenen aromen zusammenführt. Für liebhaber von rotwein bietet sich ein leichter spätburgunder an, der nicht zu dominant auftritt und die feinen nussaromen unterstreicht.

Zusätzliche Info

Das ciabatta stammt ursprünglich aus der italienischen region venetien und wurde erst in den 1980er jahren entwickelt. Ein bäcker namens arnaldo cavallari wollte eine antwort auf die beliebten französischen baguettes schaffen und erfand dieses rustikale brot mit seiner charakteristischen form und luftigen textur.

Die kombination mit datteln hingegen hat ihre wurzeln in der orientalischen küche, wo datteln seit jahrtausenden als natürliches süßungsmittel geschätzt werden. In nordafrikanischen und arabischen ländern werden datteln traditionell zu herzhaften speisen gereicht, um geschmackliche kontraste zu schaffen.

Walnüsse spielen in der mediterranen küche eine wichtige rolle und werden wegen ihrer gesunden omega-3-fettsäuren geschätzt. Die verbindung dieser drei komponenten – italienisches handwerk, orientalische süße und mediterrane nüsse – macht dieses rezept zu einer gelungenen fusion verschiedener kulinarischer traditionen.

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