Das perfekte Dinner Rezepte – Estnisches Lachstartar unter grüner Salatsauce mit Zitronencremedach

Geschrieben von Annika· 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert am vor 4 Stunden

In der estnischen Küche verbindet sich nordische Frische mit baltischer Raffinesse. Dieses lachstartar(eine feine Zubereitung aus rohem Lachs) unter grüner Salatsauce mit Zitronencremedach verkörpert diese kulinarische Philosophie perfekt. Die Kombination aus zartem Fisch, aromatischer Kräutersauce und luftiger Zitronencreme schafft ein harmonisches Geschmackserlebnis, das sowohl optisch als auch geschmacklich beeindruckt. Diese Vorspeise stammt aus der estnischen Tradition, frischen Ostseefisch mit lokalen Kräutern zu veredeln. Die Zubereitung erfordert etwas Fingerspitzengefühl, belohnt aber mit einem Restaurant-würdigen Ergebnis, das Gäste garantiert begeistern wird.

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Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Lachstartars

Den Lachs zunächst gründlich unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Alle eventuellen Gräten sorgfältig mit einer Pinzette entfernen. Den Fisch dann in sehr kleine Würfel von etwa 3-4 mm schneiden. Diese Größe ist wichtig, damit das Tartar die richtige Konsistenz erhält. Die Würfel in eine gekühlte Schüssel geben. Mit 2 EL Zitronensaft, 2 EL Olivenöl, dem getrockneten Dill und einer Prise Salz sowie frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Vorsichtig vermengen, ohne den Fisch zu zerdrücken. Die Mischung für mindestens 15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen, damit sich die Aromen gut verbinden können.

2. Zubereitung der grünen Salatsauce

Für die charakteristische grüne Sauce die getrocknete Petersilie, den Schnittlauch und den Estragon in eine kleine Schüssel geben. Mit 50 ml lauwarmem Wasser übergießen und 5 Minuten quellen lassen, damit die Kräuter ihr volles Aroma entfalten. Die Kapern fein hacken. In einer separaten Schüssel 2 EL Olivenöl mit 1 EL Zitronensaft, dem Dijon-Senf und den gehackten Kapern vermischen. Die gequollenen Kräuter mit ihrer Flüssigkeit hinzugeben. Mit dem Stabmixer zu einer glatten, leuchtend grünen Sauce pürieren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Sauce sollte eine cremige, aber fließfähige Konsistenz haben. Bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen.

3. Herstellung der Zitronencreme

Das Gelatine-Pulver in 2 EL kaltem Wasser einweichen und quellen lassen. Die Sahne in einem kleinen Topf leicht erwärmen, aber nicht kochen lassen. Die gequollene Gelatine unter Rühren in der warmen Sahne auflösen, bis sie vollständig geschmolzen ist. Die Mischung etwas abkühlen lassen. In einer Schüssel den Mascarpone mit der getrockneten Zitronenschale glatt rühren. Die lauwarme Sahne-Gelatine-Mischung nach und nach unterrühren. Mit etwas Salz und einer Prise Zucker würzen. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und für etwa 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis sie eine festere, aber noch spritzbere Konsistenz erreicht hat.

4. Anrichten des Lachstartars

Auf jeder der vier Teller einen Speisering platzieren. Den Boden des Rings mit etwa 2 EL der grünen Salatsauce bedecken. Das marinierte Lachstartar gleichmäßig auf die vier Ringe verteilen und mit einem Löffelrücken sanft andrücken, sodass eine gleichmäßige Schicht entsteht. Die Oberfläche glatt streichen. Die Ringe vorsichtig entfernen, indem man sie langsam nach oben zieht. Das Tartar sollte nun eine schöne zylindrische Form haben.

5. Finalisierung mit Zitronencremedach

Die gekühlte Zitronencreme aus dem Kühlschrank nehmen. Mit dem Spritzbeutel kleine Tupfen oder Rosetten auf die Oberseite jedes Lachstartars setzen, sodass ein attraktives ‚Dach‘ entsteht. Alternativ kann die Creme auch mit einem Löffel vorsichtig aufgetragen werden. Die restliche grüne Salatsauce dekorativ um das Tartar herum auf den Teller träufeln. Mit etwas zusätzlichem getrocknetem Dill bestreuen. Sofort servieren, damit die Temperaturen und Texturen optimal bleiben.

Tipp vom Chefkoch

Achten Sie beim Kauf des Lachses unbedingt auf Sushi-Qualität, da der Fisch roh verzehrt wird. Der Fisch sollte frisch riechen und eine leuchtend rosa Farbe haben. Bewahren Sie ihn bis zur Verarbeitung gut gekühlt auf. Wenn Sie die grüne Sauce intensiver mögen, können Sie die Menge der getrockneten Kräuter leicht erhöhen. Die Zitronencreme lässt sich auch am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Wichtig ist, dass alle Komponenten gut gekühlt sind, bevor Sie das Gericht anrichten. Für eine noch elegantere Präsentation können Sie das Tartar mit essbaren Blüten oder Microgreens garnieren. Falls Sie keinen Speisering haben, können Sie auch eine saubere, leere Konservendose verwenden, bei der Boden und Deckel entfernt wurden.

Perfekte Weinbegleitung

Zu diesem raffinierten estnischen Lachstartar empfiehlt sich ein trockener Weißwein mit lebendiger Säure und mineralischen Noten. Ein Riesling aus dem Rheingau oder ein Grüner Veltliner aus Österreich harmoniert hervorragend mit der Frische des rohen Lachses und der Zitrusnote der Creme. Die Kräuteraromen der grünen Sauce werden durch die fruchtigen Nuancen des Weins wunderbar ergänzt.

Alternativ passt ein Champagner Brut oder ein hochwertiger Crémant ausgezeichnet zu dieser eleganten Vorspeise. Die feinen Bläschen und die Frische des Schaumweins unterstreichen die Delikatesse des Gerichts. Für Liebhaber nordischer Traditionen bietet sich auch ein gut gekühlter estnischer Wodka an, der traditionell zu Fischgerichten gereicht wird.

Zusätzliche Info

Das Lachstartar hat seine Wurzeln in der baltischen Küche, wo frischer Fisch seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle spielt. Estland, mit seiner langen Küstenlinie an der Ostsee, verfügt über eine reiche Tradition in der Zubereitung von Meeresfrüchten. Die Kombination aus rohem Fisch und Kräutern spiegelt die nordische Philosophie wider, hochwertige Zutaten mit minimaler Verarbeitung zu genießen.

Der Begriff Tartar bezeichnet generell fein gehacktes rohes Fleisch oder Fisch, das mit Gewürzen und Aromaten verfeinert wird. Diese Zubereitungsart erfordert absolute Frische der Zutaten und präzises Handwerk. In der estnischen Küche werden traditionell Ostseelachs und lokale Wildkräuter verwendet, die dem Gericht seinen charakteristischen Geschmack verleihen. Die Zugabe der Zitronencreme ist eine moderne Interpretation, die dem klassischen Rezept eine luxuriöse Note verleiht. Dieses Gericht verkörpert die neue nordische Küche, die traditionelle Rezepte mit zeitgenössischen Techniken verbindet.

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