Flammkuchen vom Grill, knusprig und rauchig – mit nur 5 Zutaten

Geschrieben von Annika· 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert am vor 4 Stunden

Der flammkuchen vom grill vereint tradition und moderne kochkunst auf beeindruckende weise. Während die elsässische spezialität klassischerweise im holzofen gebacken wird, verleiht die zubereitung auf dem grill dem dünnen teigfladen eine besondere rauchnote und eine unvergleichliche knusprigkeit. Mit nur fünf zutaten gelingt dieses gericht selbst kochanfängern mühelos. Die kombination aus cremigem belag, herzhaftem speck und süßen zwiebeln auf einem hauchdünnen, kross gebackenen boden macht den flammkuchen zu einem kulinarischen highlight für sommerabende und grillpartys. Die direkte hitze des grills sorgt für eine perfekte textur, die an pizzerien in neapel erinnert, während der rauch dem ganzen eine rustikale note verleiht. In diesem artikel zeigen wir ihnen schritt für schritt, wie sie mit minimalem aufwand maximalen geschmack erzielen und ihre gäste beeindrucken können.

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Zutaten

Personen+

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des grills

Heizen sie ihren grill auf eine temperatur von etwa 250 bis 280 grad celsius vor. Falls sie einen grillstein verwenden, also einen speziellen stein aus cordierit oder schamotte, der hitze speichert und gleichmäßig abgibt, legen sie diesen bereits beim vorheizen auf den rost. Der stein benötigt circa 20 minuten, um die richtige temperatur zu erreichen. Bei einem gasgrill stellen sie alle brenner auf höchste stufe, bei einem holzkohlegrill sorgen sie für eine gleichmäßige glutschicht. Die richtige temperatur ist entscheidend für die knusprigkeit des teigs.

2. Zwiebeln vorbereiten

Schälen sie die zwiebeln und schneiden sie diese in möglichst dünne ringe oder halbringe. Je dünner die scheiben, desto besser werden sie auf dem flammkuchen garen und ihre süße entwickeln. Legen sie die zwiebelringe in eine schüssel mit kaltem wasser, um die schärfe etwas zu mildern. Dies ist besonders wichtig, wenn sie rohe zwiebeln nicht so gerne mögen. Nach etwa fünf minuten können sie die zwiebeln abtropfen lassen und beiseite stellen.

3. Speck schneiden

Schneiden sie den geräucherten speck in feine streifen von etwa drei bis vier millimeter breite. Achten sie darauf, dass die streifen gleichmäßig dick sind, damit sie auf dem grill gleichmäßig knusprig werden. Der speck sollte nicht zu dick geschnitten sein, sonst wird er nicht rechtzeitig durchgegart, während der teig bereits zu dunkel wird. Legen sie die speckstreifen auf einen teller bereit.

4. Crème fraîche würzen

Geben sie die crème fraîche in eine schüssel und reiben sie eine prise frische muskatnuss hinein. Die muskatnuss verleiht der creme eine warme, leicht süßliche note, die perfekt mit dem rauchigen aroma des grills harmoniert. Rühren sie die mischung gut durch, bis die muskatnuss gleichmäßig verteilt ist. Sie können auch etwas salz und pfeffer hinzufügen, aber der speck bringt bereits viel würze mit.

5. Teig ausrollen

Rollen sie den flammkuchenteig auf einer leicht bemehlten arbeitsfläche dünn aus, falls er noch nicht vorgerollt ist. Der teig sollte etwa zwei bis drei millimeter dick sein. Je dünner der teig, desto knuspriger wird das ergebnis. Formen sie den teig in eine rechteckige oder ovale form, die auf ihren grillstein oder direkt auf den rost passt. Stechen sie den teig mehrmals mit einer gabel ein, damit sich keine luftblasen bilden.

6. Flammkuchen belegen

Verteilen sie die gewürzte crème fraîche gleichmäßig auf dem ausgerollten teig, lassen sie dabei einen rand von etwa einem zentimeter frei. Streichen sie die creme mit einem löffel oder einem teigschaber glatt. Verteilen sie dann die zwiebelringe gleichmäßig über die creme. Zum schluss legen sie die speckstreifen darüber. Achten sie darauf, dass der belag nicht zu dick ist, sonst wird der teig nicht richtig knusprig.

7. Auf dem grill backen

Schieben sie den belegten flammkuchen vorsichtig mit einem pizzaschieber, also einem flachen brett mit langem griff zum transport von pizza oder flammkuchen, auf den vorgeheizten grillstein oder direkt auf den rost. Schließen sie den grilldeckel sofort, um die hitze zu halten. Der flammkuchen benötigt je nach grilltemperatur etwa sechs bis acht minuten. Beobachten sie den backvorgang durch das sichtfenster oder öffnen sie kurz den deckel. Der teig sollte goldbraun und knusprig sein, die ränder leicht gebräunt und der speck knusprig.

8. Vom grill nehmen und servieren

Sobald der flammkuchen die gewünschte bräunung erreicht hat, nehmen sie ihn mit dem pizzaschieber vom grill. Lassen sie ihn etwa eine minute ruhen, damit sich die aromen setzen können. Schneiden sie den flammkuchen mit einem scharfen messer oder einem pizzaschneider in rechteckige oder dreieckige stücke. Servieren sie ihn sofort, solange er noch heiß und knusprig ist. Die kombination aus dem rauchigen aroma, der knusprigen textur und dem cremigen belag ist ein wahrer genuss.

Tipp vom Chefkoch

Wenn sie keinen grillstein besitzen, können sie den flammkuchen auch auf einem umgedrehten backblech oder direkt auf dem rost zubereiten. Achten sie dabei darauf, dass der teig stabil genug ist und nicht durch die roststäbe fällt. Eine alternative ist die verwendung von backpapier, das sie auf den rost legen. Für eine noch intensivere rauchnote können sie dem grill einige holzchips hinzufügen. Buchenholz oder hickory passen besonders gut zum flammkuchen. Wenn der teig zu schnell dunkel wird, reduzieren sie die temperatur leicht oder schieben sie den flammkuchen in eine kühlere zone des grills.

Die perfekte getränkebegleitung

Zum flammkuchen vom grill passt ein trockener elsässer riesling hervorragend. Die frische säure und die mineralischen noten des weins harmonieren perfekt mit der cremigen crème fraîche und dem herzhaften speck. Alternativ empfiehlt sich ein elsässer sylvaner, der mit seiner milden art den rauchigen geschmack des grills unterstreicht, ohne zu dominieren. Für bierliebhaber ist ein helles, leicht herbes pilsner eine ausgezeichnete wahl, das die fettigkeit des specks ausgleicht und den gaumen erfrischt. Wer es alkoholfrei mag, kann zu einem gespritzten apfelsaft greifen, dessen fruchtige süße einen interessanten kontrast zum herzhaften flammkuchen bildet.

Zusätzliche Info

Der flammkuchen, auf französisch tarte flambée, stammt ursprünglich aus dem elsass und der pfalz. Historisch gesehen war er ein nebenprodukt des brotbackens. Die bäcker nutzten kleine teigreste, um die temperatur des holzofens zu testen, bevor sie die großen brotlaibe einschoben. Diese dünnen teigfladen wurden mit einfachen zutaten belegt, die in jedem haushalt vorhanden waren. Der name flammkuchen leitet sich von den flammen im ofen ab, die beim backen sichtbar waren. Traditionell wird der flammkuchen in einer winstub, einer typischen elsässischen gaststätte, serviert und direkt vom holzofen auf den tisch gebracht. Die moderne interpretation auf dem grill ist eine gelungene adaption, die das ursprüngliche konzept der direkten hitze und des rauchigen aromas aufgreift. In deutschland ist der flammkuchen besonders in den grenzregionen zu frankreich beliebt, hat sich aber längst im ganzen land etabliert.

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