Japanischer Käsekuchen: mit diesen Tipps gelingt dir der berühmte Cloud Cake
Der japanische Käsekuchen, auch Cloud Cake genannt, erobert seit einigen Jahren die Herzen von Backliebhabern weltweit. Diese luftig-leichte Köstlichkeit unterscheidet sich grundlegend von amerikanischen oder europäischen Käsekuchen durch ihre wolkenartige Textur und den dezenten Geschmack. In Japan wird dieser Kuchen als Soufflé-Käsekuchen bezeichnet, da seine Konsistenz an ein perfekt gelungenes Soufflé erinnert. Die Besonderheit liegt in der Zubereitung: Das Eiweiß wird zu festem Schnee geschlagen und vorsichtig unter die Käsemasse gehoben, wodurch der Kuchen seine charakteristische Leichtigkeit erhält. Mit den richtigen Tipps und etwas Geduld gelingt auch Anfängern dieses beeindruckende Meisterwerk der japanischen Backkunst.
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moyen
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Form und des Ofens
Den Backofen auf 160 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auskleiden, dabei den Boden und die Seiten sorgfältig bedecken. Die Form zusätzlich von außen mit Alufolie umwickeln, damit kein Wasser eindringen kann. Eine größere Backform mit etwa 2 cm Wasser füllen und in den Ofen stellen – dies wird das Wasserbad, also eine Garungsmethode, bei der die Form in heißem Wasser steht, um gleichmäßige, sanfte Hitze zu gewährleisten.
2. Zubereitung der Käsemasse
Den Frischkäse und die Butter in eine hitzebeständige Schüssel geben und über einem Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen lassen, bis eine glatte Masse entsteht. Vom Herd nehmen und die Milch einrühren. Die Eier trennen – das Eigelb kommt zur Käsemasse, das Eiweiß in eine separate, fettfreie Schüssel. Die Eigelbe einzeln unter die noch warme Käsemasse rühren, dann Zitronensaft und Vanilleextrakt hinzufügen. Das Mehl und die Maisstärke zusammen sieben und vorsichtig unterrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind.
3. Eischnee schlagen
Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dabei zunächst auf mittlerer Stufe beginnen, bis das Eiweiß schaumig wird. Den Zucker in drei Portionen einrieseln lassen und jeweils gut unterschlagen. Auf höchster Stufe weiterschlagen, bis der Eischnee steife Spitzen bildet – das bedeutet, dass die Masse beim Herausziehen des Rührbesens feste Spitzen formt, die nicht umfallen. Der Eischnee sollte glänzend und stabil sein, aber nicht trocken wirken.
4. Eischnee unterheben
Etwa ein Drittel des Eischnees zur Käsemasse geben und mit einem Schneebesen vorsichtig unterrühren, um die Masse aufzulockern. Den restlichen Eischnee in zwei Portionen mit einem Teigschaber von unten nach oben unterheben – eine sanfte Bewegung, bei der man die Masse vom Boden der Schüssel nach oben führt und dabei dreht, ohne zu rühren. Dies bewahrt die Luftbläschen im Eischnee und sorgt für die luftige Textur.
5. Backen im Wasserbad
Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche glattstreichen. Die Form in das vorbereitete Wasserbad im Ofen stellen. Bei 160 Grad Celsius etwa 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 140 Grad reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte beim leichten Schütteln nur noch minimal wackelt.
6. Abkühlen lassen
Den Ofen ausschalten und die Ofentür einen Spalt breit öffnen. Den Kuchen für weitere 15 Minuten im Ofen lassen – dieser Schritt verhindert, dass der Kuchen durch plötzliche Temperaturänderung zusammenfällt. Anschließend aus dem Wasserbad nehmen und vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Der Kuchen wird beim Abkühlen etwas zusammenfallen, das ist völlig normal und gewünscht.
Tipp vom Chefkoch
Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, bevor man mit der Zubereitung beginnt. Kalte Eier lassen sich schwerer trennen und kalter Frischkäse lässt sich nicht gleichmäßig verrühren. Den Eischnee nicht zu lange schlagen, sonst wird er trocken und brüchig, was das Unterheben erschwert. Die Backofentür während der ersten 40 Minuten nicht öffnen, da sonst kalte Luft eindringt und der Kuchen zusammenfallen kann. Ein Küchenthermometer hilft dabei, die genaue Ofentemperatur zu kontrollieren, da viele Backöfen ungenau sind. Für ein besonders intensives Aroma kann man die Zitronenschale einer Bio-Zitrone fein abreiben und zur Käsemasse geben.
Getränkeempfehlung zum Cloud Cake
Zum japanischen Käsekuchen passt hervorragend ein japanischer Grüntee, insbesondere ein milder Sencha oder ein leicht süßlicher Genmaicha mit geröstetem Reis. Die dezente Bitterkeit des Grüntees bildet einen wunderbaren Kontrast zur Süße und Cremigkeit des Kuchens. Alternativ harmoniert ein Matcha Latte perfekt mit der Leichtigkeit des Cloud Cakes. Wer es lieber kalt mag, kann einen eisgekühlten Hojicha, einen gerösteten japanischen Tee mit nussigem Aroma, servieren. Für Kaffeeliebhaber empfiehlt sich ein milder, nicht zu starker Filterkaffee oder ein Cold Brew, der die feinen Aromen des Kuchens nicht überdeckt.
Zusätzliche Info
Der japanische Käsekuchen wurde in den 1960er Jahren entwickelt und erlebte seine Renaissance in den letzten Jahren durch soziale Medien. Anders als der schwere New York Cheesecake verwendet die japanische Variante deutlich weniger Frischkäse und mehr Eiweiß, was zu seiner charakteristischen Leichtigkeit führt. In Japan wird dieser Kuchen oft in spezialisierten Konditoreien verkauft, wobei die Bäckerei Uncle Tetsu besonders berühmt wurde. Der Name Cloud Cake beschreibt perfekt die wolkenähnliche Konsistenz – außen leicht gebräunt, innen unglaublich zart und luftig. Die Technik des Backens im Wasserbad stammt ursprünglich aus der französischen Küche und wird hier angewendet, um ein gleichmäßiges, sanftes Garen zu gewährleisten. Interessant ist, dass der Kuchen absichtlich etwas zusammenfällt – dies ist kein Fehler, sondern Teil seiner authentischen Zubereitung und verleiht ihm seine typische, leicht eingefallene Oberfläche.
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