Rubinkuchen - Rezepte - Rezepte - Verbraucher

Geschrieben von Barbara· 8 Min. Lesezeit
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Der Rubinkuchen, dieser rubinrote Schatz aus der deutschen Backstube, verzaubert seit Generationen mit seiner leuchtenden Farbe und seinem unvergleichlichen Geschmack. Ein Kuchen, der seinen Namen der tiefroten Färbung verdankt, die an den gleichnamigen Edelstein erinnert. Die Kombination aus saftigem Rührteig und fruchtiger Füllung macht diesen Klassiker zu einem beliebten Gericht für Kaffeekränzchen und festliche Anlässe. Besonders in den Sommermonaten, wenn Kirschen Hochsaison haben, erfreut sich der Rubinkuchen großer Beliebtheit. Doch auch mit konservierten Früchten lässt sich dieses traditionelle Gebäck das ganze Jahr über zubereiten. Die Zubereitung erfordert etwas Geduld, aber das Ergebnis rechtfertigt jeden Aufwand. Mit dieser detaillierten Anleitung gelingt der perfekte Rubinkuchen garantiert, selbst Backanfängern wird dieser Kuchen keine Schwierigkeiten bereiten.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Form und des Ofens

Den Backofen auf 180 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Springform gründlich mit weicher Butter einfetten und anschließend mit etwas Mehl bestäuben. Dieser Schritt verhindert das Ankleben des Teiges und erleichtert später das Lösen des Kuchens aus der Form. Überschüssiges Mehl durch leichtes Klopfen entfernen.

2. Zubereitung des Rührteigs

Die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe etwa 5 Minuten lang schaumig schlagen, bis die Masse hell und luftig wird. Die Eier einzeln nacheinander unterrühren, dabei nach jedem Ei etwa 30 Sekunden weiterschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver in einem separaten Gefäß vermischen und sieben. Die Mehlmischung portionsweise unter ständigem Rühren auf niedriger Stufe in die Butter-Ei-Masse einarbeiten. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh. Der fertige Teig sollte eine geschmeidige Konsistenz haben.

3. Vorbereitung der Kirschfüllung

Die Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen und den Saft dabei in einem Messbecher auffangen. 200 ml Kirschsaft abmessen und beiseitestellen. Die Speisestärke in einer kleinen Schüssel mit 3 Esslöffeln des kalten Kirschsafts glatt rühren. Den restlichen Kirschsaft in einem Topf zum Kochen bringen. Die angerührte Speisestärke unter ständigem Rühren in den kochenden Saft einrühren. Die Mischung bindet ab, das bedeutet, sie wird dickflüssig. Etwa 1 Minute köcheln lassen, dann vom Herd nehmen. Die abgetropften Kirschen vorsichtig unterheben und die Masse vollständig abkühlen lassen.

4. Schichtung und Backen

Zwei Drittel des Rührteigs gleichmäßig in der vorbereiteten Springform verteilen und mit einem Löffel glatt streichen. Dabei einen etwa 2 cm hohen Rand hochziehen. Die abgekühlte Kirschmasse vorsichtig auf dem Teig verteilen. Den restlichen Teig in einen Spritzbeutel füllen oder mit zwei Löffeln portionsweise auf die Kirschen setzen. Der Teig muss die Kirschen nicht vollständig bedecken. Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 50 bis 55 Minuten backen. Die Stäbchenprobe gibt Aufschluss über die Garzeit: Ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen, es sollte kein Teig mehr daran haften bleiben. Den fertigen Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

5. Zubereitung der Zuckerglasur

Für die Glasur den Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben. Den Zitronensaft nach und nach unter ständigem Rühren hinzufügen, bis eine dickflüssige, glänzende Glasur entsteht. Die Konsistenz sollte zähflüssig sein, damit die Glasur nicht vom Kuchen läuft. Bei Bedarf mehr Puderzucker oder Zitronensaft hinzufügen. Die Glasur mit einem Löffel oder Pinsel auf dem vollständig abgekühlten Kuchen verteilen. Die Glasur benötigt etwa 30 Minuten zum Trocknen.

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Tipp vom Chefkoch

Für eine intensivere Geschmacksnote können Sie dem Teig eine Prise gemahlene Vanille oder abgeriebene Zitronenschale hinzufügen. Die Butter sollte unbedingt Zimmertemperatur haben, damit sie sich optimal mit den anderen Zutaten verbindet. Ein häufiger Fehler ist das Verwenden zu kalter Butter, die sich nicht richtig aufschlagen lässt. Falls die Kirschmasse zu flüssig erscheint, einfach noch einen Esslöffel Speisestärke unterrühren. Der Kuchen lässt sich hervorragend einen Tag im Voraus backen, dadurch wird er sogar noch saftiger. Gut verpackt hält sich der Rubinkuchen bis zu 4 Tage. Wer es besonders festlich mag, kann den Kuchen zusätzlich mit Mandelblättchen bestreuen, bevor die Glasur trocknet.

Passende Getränke zum Rubinkuchen

Zum Rubinkuchen passt hervorragend eine Tasse frisch gebrühter Filterkaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Die Bitternote des Kaffees bildet einen wunderbaren Kontrast zur Süße des Kuchens. Besonders empfehlenswert ist ein milder Darjeeling oder ein kräftiger Assam-Tee. Für Kinder oder Teeliebhaber eignet sich auch ein fruchtiger Früchtetee mit Kirschnote. In der warmen Jahreszeit schmeckt dazu ein gekühlter Eistee ausgezeichnet. Wer es gerne etwas festlicher mag, kann auch einen Glas Kirschwasser oder einen süßen Dessertwein reichen. Ein Glas kalte Milch ist ebenfalls eine klassische Begleitung zu diesem traditionellen Gebäck.

Zusätzliche Info

Der Rubinkuchen gehört zu den traditionellen deutschen Blechkuchen und hat seine Wurzeln vermutlich in der ländlichen Backkultur des 19. Jahrhunderts. Der Name bezieht sich auf die rubinrote Farbe der Kirschen, die durch den hellen Teig schimmern. Ursprünglich wurde der Kuchen ausschließlich mit frischen Sauerkirschen zubereitet, die im Sommer reichlich vorhanden waren. Mit der Verfügbarkeit von Konserven wurde die Zubereitung das ganze Jahr über möglich. In manchen Regionen Deutschlands wird der Kuchen auch als Kirschkuchen mit Streuseln oder als versunkener Kirschkuchen bezeichnet. Die Bezeichnung variiert je nach Region und Familientradition. Der Rubinkuchen ist ein beliebtes Mitbringsel zu Familienfeiern und wird besonders gerne zum Sonntagskaffee serviert. In der DDR war dieser Kuchen aufgrund der guten Verfügbarkeit von Dosenkirschen besonders populär und gehörte zum Standard-Repertoire jeder Hausfrau.

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