Falafel aus dem Airfryer: Knusprig in 12 Minuten – und warum Dosenkichererbsen nicht funktionieren
Aktualisiert am 25. April 2026
Falafel aus dem Airfryer revolutionieren die orientalische Küche zu Hause. In nur 12 Minuten entstehen knusprige Kichererbsenbällchen, die außen goldbraun und innen saftig bleiben. Der entscheidende Unterschied liegt in der Wahl der Kichererbsen: getrocknete Hülsenfrüchte liefern die perfekte Konsistenz, während Dosenkichererbsen zu matschigen Ergebnissen führen. Die Heißluftfritteuse macht diese nahöstliche Spezialität nicht nur gesünder, sondern auch deutlich einfacher in der Zubereitung als die traditionelle Frittier-Methode.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Kichererbsen
Die getrockneten Kichererbsen in eine große Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken. Mindestens 12 Stunden, idealerweise über Nacht, einweichen lassen. Das Wasser sollte etwa 5 cm über den Kichererbsen stehen, da sie ihr Volumen verdoppeln. Nach dem Einweichen gründlich abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Die Kichererbsen müssen vollständig trocken sein, bevor sie weiterverarbeitet werden. Mit Küchenpapier vorsichtig abtupfen und etwa 15 Minuten an der Luft trocknen lassen. Dieser Schritt ist entscheidend für die richtige Konsistenz.
2. Herstellung der Falafel-Masse
Die eingeweichten und getrockneten Kichererbsen in die Küchenmaschine geben. Die Zwiebel schälen und grob würfeln, die Knoblauchzehen schälen. Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln und grob hacken. Alle Zutaten zusammen mit Kreuzkümmel, gemahlenem Koriander, Salz, schwarzem Pfeffer und Cayennepfeffer zu den Kichererbsen geben. Die Masse pulsieren kurze Impulse geben, nicht durchgehend mixen, bis eine grobe, krümelige Konsistenz entsteht. Die Mischung sollte nicht zu einer glatten Paste werden, sondern noch kleine Stückchen enthalten. Das Backpulver und Mehl hinzufügen und nochmals kurz pulsieren, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
3. Formen der Falafel-Bällchen
Nach der Ruhezeit die Masse aus dem Kühlschrank nehmen. Mit leicht angefeuchteten Händen etwa 16 gleichmäßige Bällchen formen, jedes sollte ungefähr die Größe einer Walnuss haben. Die Bällchen leicht zwischen den Handflächen andrücken, sodass sie eine flache, runde Form erhalten. Diese Form sorgt für eine größere Oberfläche und damit für mehr Knusprigkeit. Die geformten Falafel auf einen Teller legen und mit Sesamkörnern bestreuen, leicht andrücken, damit sie haften bleiben. Falls die Masse zu trocken ist und auseinanderfällt, einen Esslöffel Wasser hinzufügen. Ist sie zu feucht, etwas mehr Mehl unterkneten.
4. Vorbereitung des Airfryers
Den Airfryer auf 180 Grad Celsius vorheizen. Dies dauert etwa 3 Minuten. Den Korb des Airfryers mit Olivenöl-Spray dünn einsprühen. Alternativ kann ein Backpapier mit Löchern verwendet werden, das speziell für Heißluftfritteusen entwickelt wurde. Die Falafel-Bällchen nebeneinander in den Korb legen, dabei darauf achten, dass sie sich nicht berühren. Zwischen den Bällchen sollte etwa 1 cm Platz bleiben, damit die heiße Luft zirkulieren kann. Je nach Größe des Airfryers müssen die Falafel eventuell in zwei Durchgängen gebacken werden.
5. Backen im Airfryer
Die Falafel von oben mit Olivenöl-Spray besprühen. Den Korb in den vorgeheizten Airfryer schieben und 6 Minuten backen. Nach dieser Zeit den Korb herausziehen und die Falafel vorsichtig mit einer Zange wenden. Nochmals mit Olivenöl-Spray besprühen und weitere 6 Minuten backen. Die Falafel sind fertig, wenn sie außen goldbraun und knusprig sind. Bei Bedarf können sie noch 1-2 Minuten länger gebacken werden, falls die gewünschte Bräunung noch nicht erreicht ist. Sofort aus dem Airfryer nehmen und auf einem Küchenpapier kurz abtropfen lassen.
Tipp vom Chefkoch
Der Grund, warum Dosenkichererbsen nicht funktionieren, liegt in ihrem hohen Feuchtigkeitsgehalt. Vorgekochte Kichererbsen aus der Dose enthalten zu viel Wasser und sind bereits weich. Die Falafel-Masse wird dadurch matschig und lässt sich nicht formen. Selbst wenn die Formung gelingt, zerfallen die Bällchen beim Backen oder werden innen zu weich. Getrocknete Kichererbsen hingegen behalten nach dem Einweichen noch genug Struktur und Festigkeit. Sie absorbieren die Gewürze besser und ergeben die typische körnige Textur, die echte Falafel ausmacht. Die Investition in getrocknete Kichererbsen und die Planung der Einweichzeit lohnen sich definitiv für das authentische Ergebnis.
Getränkeempfehlungen zu Falafel
Zu den würzigen Falafel passen erfrischende Getränke besonders gut. Ein klassischer Pfefferminztee, kalt oder warm serviert, harmoniert perfekt mit den orientalischen Gewürzen. Alternativ bietet sich ein Ayran an, ein gesalzenes Joghurtgetränk, das die Schärfe mildert. Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein trockener Weißwein wie ein Sauvignon Blanc oder ein Grüner Veltliner, deren Frische die Gewürze unterstreicht. Auch ein gekühlter Rosé aus der Provence passt hervorragend. Wer alkoholfreie Optionen bevorzugt, kann zu einem selbstgemachten Zitronenlimonade mit Minze greifen oder einen fruchtigen Granatapfelsaft servieren.
Zusätzliche Info
Falafel stammen ursprünglich aus dem Nahen Osten, wobei sowohl Ägypten als auch die Levante-Region ihre Erfindung beanspruchen. In Ägypten werden sie traditionell aus Favabohnen hergestellt, während in Ländern wie Libanon, Syrien und Israel Kichererbsen verwendet werden. Das Gericht hat eine jahrhundertealte Geschichte und war ursprünglich ein Arme-Leute-Essen, das heute weltweit als vegetarische Delikatesse geschätzt wird. Die Zubereitung im Airfryer ist eine moderne Interpretation, die deutlich weniger Öl benötigt als die traditionelle Frittiermethode. Klassischerweise werden Falafel in heißem Öl schwimmend ausgebacken, was ihnen zwar eine besondere Knusprigkeit verleiht, aber auch sehr fettreich ist. Die Airfryer-Variante reduziert den Fettgehalt um bis zu 80 Prozent, ohne dabei auf Geschmack und Textur zu verzichten. In ihrer Heimat werden Falafel meist in Fladenbrot serviert, begleitet von Tahini-Sauce, eingelegtem Gemüse und frischem Salat.
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