Skyr-Tiramisu: So gelingt das leichte Dessert mit nur 156 Kalorien
Aktualisiert am vor 3 Stunden
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Tiramisu gehört zu den beliebtesten Desserts überhaupt – doch die klassische Variante mit Mascarpone bringt rund 350 Kalorien pro Portion auf die Waage. Wer den cremigen Schichtgenuss nicht missen möchte, aber bewusster essen will, findet im Skyr-Tiramisu eine überzeugende Alternative. Gerade einmal 156 Kilokalorien stecken in einer Portion – bei vollem Geschmack und luftig-weicher Textur.
Skyr ist derzeit in einigen Supermärkten schwer zu bekommen, ausgelöst durch Social-Media-Trends rund um Lotus-Cheesecake und bestimmte Energy-Drinks. Der isländische Frischkäse lohnt die Suche aber allemal – nicht nur als Frühstück, sondern auch als Basis für dieses feine Dessert, das in der Küche kaum Aufwand erfordert.
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Kochzeit: keine
- Kühlzeit: mindestens 4 Stunden
- Portionen: 8 Personen
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Kosten: €
Zutaten
- 500 g Skyr (natur)
- 500 g Naturjoghurt
- 4 EL Zucker
- 35 Löffelbiskuits
- 2 Tassen Espresso, abgekühlt
- 4 TL Backkakao
Ustensilien
- Große Rührschüssel
- Schneebesen oder Handmixer
- Rechteckige Auflaufform (ca. 20 × 30 cm)
- Tiefe Schale zum Tränken der Biskuits
- Sieb oder Kakaostreuer
- Frischhaltefolie
Zubereitung
1. Die Skyr-Creme anrühren
Geben Sie den Skyr, den Naturjoghurt und den Zucker in eine große Schüssel. Rühren Sie die Mischung mit einem Schneebesen oder Handmixer so lange glatt, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und eine gleichmäßige, leicht dickflüssige Creme entstanden ist. Skyr ist von Natur aus fester als Joghurt – durch das Verrühren mit dem Joghurt wird die Masse geschmeidiger und lässt sich leichter verteilen. Achten Sie darauf, den Zucker vollständig aufzulösen, damit sich kein körniges Mundgefühl ergibt. Die fertige Creme beiseite stellen und den abgekühlten Espresso in eine flache Schale gießen.
2. Die Löffelbiskuits tränken und die erste Schicht aufbauen
Tauchen Sie jeden Löffelbiskuit einzeln und kurz – nicht länger als zwei bis drei Sekunden – etwa zur Hälfte in den abgekühlten Espresso. Das Tränken, also das kurze Einweichen im Kaffee, gibt den Biskuits ihr charakteristisches Aroma, ohne dass sie sich auflösen. Werden sie zu lange eingetaucht, werden sie matschig und verlieren ihre Struktur beim Schichten. Legen Sie die getränkten Biskuits dicht nebeneinander auf den Boden der Auflaufform, bis die gesamte Fläche bedeckt ist. Drücken Sie die Biskuits dabei leicht an, damit keine großen Lücken entstehen.
3. Schichten aufbauen und kühlen
Verteilen Sie etwa die Hälfte der Skyr-Creme gleichmäßig über die erste Biskuitschicht. Nutzen Sie dafür einen breiten Löffel oder eine Palette und streichen Sie die Oberfläche glatt. Legen Sie dann eine zweite Lage getränkter Löffelbiskuits darauf und schließen Sie mit der restlichen Creme ab. Die oberste Cremeschicht sollte möglichst eben sein, damit der Kakao später gleichmäßig haftet. Decken Sie die Form mit Frischhaltefolie ab und stellen Sie das Tiramisu für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank – über Nacht ist noch besser, da die Schichten dann fest durchziehen und das Dessert beim Anschneiden sauber portioniert werden kann.
4. Servieren und mit Kakao bestäuben
Kurz vor dem Servieren – nicht früher, damit der Kakao nicht feucht wird – den Backkakao durch ein feines Sieb gleichmäßig über die Oberfläche stäuben. Eine dünne, deckende Schicht ist das Ziel: Sie sollte das Weiß der Creme vollständig bedecken, ohne zu dick aufzutragen. Schneiden Sie das Tiramisu in gleichmäßige Rechtecke und heben Sie die Portionen mit einem breiten Pfannenwender oder Tortenheber aus der Form.
Mein Küchentipp
Der Espresso sollte vollständig abgekühlt sein, bevor die Biskuits darin getränkt werden – lauwarm beschleunigt die Aufweichung und die Biskuits werden schnell zu weich. Wer keinen Espresso zur Hand hat, kann auch starken Filterkaffee verwenden, idealerweise mit einem Schuss ungesüßtem Kaffeesirup für mehr Tiefe. Für eine Version ohne Koffein eignet sich Getreidekaffee oder Malzkaffee als Ersatz. Wichtig: Je länger das Dessert kühlt, desto fester und schnittfester wird es – planen Sie möglichst den Vortag ein.
Varianten: Vanille und Himbeeren
Wer den Geschmack etwas abrunden möchte, kann Vanille-Skyr anstelle von Natur-Skyr verwenden. Beim Kauf lohnt ein Blick auf die Zutatenliste: Produkte mit echter Bourbon-Vanille und mäßigem Zuckerzusatz sind zu bevorzugen. Da aromatisierter Skyr von sich aus süßer ist, lässt sich die im Grundrezept angegebene Zuckermenge entsprechend reduzieren.
Besonders fruchtig wird das Dessert mit Himbeeren. Für sechs Portionen werden rund 500 g Tiefkühl-Himbeeren benötigt. Diese zunächst vollständig auftauen lassen und abtropfen, dann ein Drittel direkt auf die unterste Biskuitlage geben, ein weiteres Drittel auf die mittlere Schicht verteilen, und den Rest als Dekoration auf der Oberfläche anrichten. Frische Zitronenmelisseblätter und fein abgeriebene Zitronenzesten setzen einen aromatischen, optisch ansprechenden Abschluss.
Warum Skyr statt Mascarpone?
Skyr stammt aus Island und ist laut AOK seit ungefähr 2015 in deutschen Supermärkten erhältlich. Das Milchprodukt entsteht durch Fermentation mit Milchsäurebakterien, wodurch der Laktosegehalt – also der Milchzuckergehalt – sinkt und gleichzeitig wertvolle bioaktive Stoffe entstehen. Mit rund 0,2 g Fett pro 100 g liegt Skyr deutlich unter fettarmem Joghurt (ca. 1,5 g) und Magerquark (ca. 0,3 g). Sein Eiweißgehalt übertrifft den von Joghurt, und er liefert mehr Kalzium als beide Vergleichsprodukte.
Mascarpone hingegen wird aus Sahne hergestellt und ist entsprechend fett- und kalorienreich. Das erklärt den enormen Unterschied: Während eine Portion klassisches Tiramisu mit Mascarpone auf rund 350 Kalorien kommt, bringt die Skyr-Variante lediglich 156 Kilokalorien pro Portion auf die Waage – bei einem Ergebnis, das in Textur und Geschmack kaum Wünsche offenlässt.
Nährwerte (pro Portion, ca.)
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ~156 kcal |
| Eiweiß | ~10 g |
| Kohlenhydrate | ~20 g |
| Fett | ~2 g |
Häufige Fragen
- Kann ich Skyr durch Magerquark ersetzen? Ja, Magerquark funktioniert als Ersatz, ergibt aber eine etwas festere und weniger säuerliche Creme. Die Konsistenz bleibt gut, der Geschmack ist milder.
- Wie lange ist das Skyr-Tiramisu haltbar? Im Kühlschrank, abgedeckt mit Frischhaltefolie, hält es sich bis zu zwei Tage. Den Kakao besser erst kurz vor dem Servieren aufstreuen, damit er nicht feucht wird.
- Geht das Rezept auch ohne Espresso? Wer auf Koffein verzichten möchte, kann starken Malzkaffee oder Getreidekaffee verwenden. Der Geschmack wird milder, funktioniert aber gut als Alternative.
- Lässt sich das Tiramisu einfrieren? Das ist möglich, beeinträchtigt jedoch die Textur spürbar – Skyr und Joghurt können nach dem Auftauen wässrig werden. Frisch zubereitet und gekühlt serviert ist das beste Ergebnis.
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