Bärlauch-Butter selber machen: In 10 Minuten fertig und bis zu 3 Monate haltbar
Aktualisiert am 25. April 2026
Der Frühling bringt nicht nur wärmere Temperaturen, sondern auch den aromatischen Bärlauch in unsere Wälder und auf die Wochenmärkte. Wer dieses würzige Kraut konservieren möchte, liegt mit selbstgemachter Bärlauchbutter goldrichtig. In nur zehn Minuten zubereitet und bis zu drei Monate im Gefrierschrank haltbar, bietet diese grüne Köstlichkeit eine praktische Möglichkeit, das intensive Knoblaucharoma des Bärlauchs das ganze Jahr über zu genießen. Die Zubereitung erfordert weder besondere Kochkünste noch teure Zutaten. Mit wenigen Handgriffen entsteht eine vielseitige Gewürzbutter, die Brot verfeinert, Fleisch und Fisch eine besondere Note verleiht oder Gemüsegerichte aufwertet. Die intensive grüne Farbe macht diese Butter zudem zu einem optischen Highlight auf jedem Teller. Besonders praktisch ist die lange Haltbarkeit, die es ermöglicht, auch außerhalb der kurzen Bärlauchsaison von diesem Wildkraut zu profitieren.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Butter vorbereiten
Die Butter sollte etwa eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie Zimmertemperatur erreicht. Eine weiche Butter lässt sich deutlich besser verarbeiten und nimmt die Aromen gleichmäßiger auf. Gebt die weiche Butter in eine mittelgroße Schüssel. Die Konsistenz sollte cremig sein, aber die Butter darf nicht geschmolzen oder ölig werden. Falls die Butter zu fest ist, könnt ihr sie in kleinere Stücke schneiden, damit sie schneller weich wird.
2. Bärlauch einarbeiten
Gebt den gefriergetrockneten Bärlauch zur weichen Butter. Gefriergetrockneter Bärlauch hat den Vorteil, dass er sehr konzentriert ist und sich das ganze Jahr über verwenden lässt. Mit einer Gabel beginnt ihr nun, den Bärlauch gründlich in die Butter einzuarbeiten. Dieser Vorgang dauert etwa drei bis vier Minuten. Drückt die Butter immer wieder mit der Gabel gegen den Schüsselrand und vermischt sie dabei mit dem Bärlauch. Die Butter sollte eine gleichmäßige grüne Farbe annehmen.
3. Würzen und abschmecken
Fügt nun das Meersalz, den gemahlenen schwarzen Pfeffer und den Zitronensaft hinzu. Der Zitronensaft hebt nicht nur die Aromen hervor, sondern hilft auch dabei, die grüne Farbe der Butter zu bewahren. Rührt alles weitere zwei Minuten kräftig durch, bis eine homogene Masse entsteht. Probiert vorsichtig und passt die Würzung nach eurem Geschmack an. Manche mögen es salziger, andere bevorzugen mehr Pfeffer.
4. Butter formen
Legt ein Stück Backpapier oder Frischhaltefolie auf die Arbeitsfläche. Gebt die Bärlauchbutter in die Mitte und formt mit den Händen oder einem Teigschaber eine Rolle. Die klassische Form ist eine Rolle von etwa vier Zentimetern Durchmesser. Rollt das Papier oder die Folie fest um die Butterrolle und dreht die Enden wie bei einem Bonbon ein. Diese Form ermöglicht es später, gleichmäßige Scheiben abzuschneiden.
5. Kühlen oder einfrieren
Legt die eingewickelte Butterrolle für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, damit sie wieder fest wird. Im Kühlschrank hält sich die Bärlauchbutter etwa eine Woche. Für längere Haltbarkeit wickelt die Rolle zusätzlich in Alufolie ein und friert sie ein. Im Gefrierschrank bleibt die Butter bis zu drei Monate frisch und aromatisch. Bei Bedarf könnt ihr einfach die gewünschte Menge abschneiden und den Rest wieder einfrieren.
Tipp vom Chefkoch
Um die Intensität des Bärlaucharomas zu variieren, könnt ihr die Menge des gefriergetrockneten Bärlauchs anpassen. Für eine mildere Version nehmt nur 20 Gramm, für eine sehr intensive Butter bis zu 40 Gramm. Wer zusätzliche Raffinesse wünscht, kann einen halben Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale hinzufügen. Die Butter lässt sich auch portionsweise in Eiswürfelformen einfrieren, was besonders praktisch ist, wenn ihr nur kleine Mengen zum Kochen benötigt. Achtet darauf, die Butterrolle immer gut verpackt aufzubewahren, da Butter schnell Fremdgerüche aus dem Kühlschrank annimmt.
Passende Getränke zur Bärlauchbutter
Da Bärlauchbutter meist als Beilage zu herzhaften Speisen serviert wird, empfehlen sich trockene Weißweine wie ein Silvaner oder Grauburgunder. Diese Weine harmonieren wunderbar mit dem knoblauchartigen Aroma des Bärlauchs. Zu gegrilltem Fleisch mit Bärlauchbutter passt auch ein leichter Rotwein wie ein Spätburgunder. Für alkoholfreie Alternativen bieten sich Kräuterlimonaden oder ein frischer Apfelsaft an, der die würzigen Noten der Butter ausgleicht.
Zusätzliche Info
Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt, wächst in feuchten Laubwäldern und ist seit Jahrhunderten in der europäischen Küche bekannt. Bereits die Kelten und Germanen schätzten das Kraut wegen seiner heilenden Wirkungen. Die Bärlauchsaison dauert von März bis Mai, weshalb Konservierungsmethoden wie diese Butter besonders wertvoll sind. Der Name stammt vermutlich daher, dass Bären nach dem Winterschlaf gerne die jungen Blätter fressen. Im Gegensatz zu Knoblauch hinterlässt Bärlauch keinen unangenehmen Mundgeruch, obwohl er ähnliche Schwefelverbindungen enthält. Die Butter war ursprünglich eine bäuerliche Tradition, um die kurze Erntezeit des Bärlauchs optimal zu nutzen.
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